OSG: Rund 100 Wohnungen fertiggestellt, Bauvolumen von über 16 Mio. Euro jährlich

Aufgrund der starken Auftragslage bei den Handwerkern und Professionisten im Vorjahr mussten bereits Bauvorhaben ins Jahr 2021 verschoben werden.

Unter genauester Einhaltung der gültigen Covid-19-Bestimmungen fand am Mittwoch, 27. Jänner 2021, im Kolpingsaal in Lienz die Generalversammlung der Osttiroler gemeinnützigen Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft für das Jahr 2019 statt. „Wegen der Corona-Pandemie kann die Versammlung erst jetzt stattfinden. Die Teilnehmeranzahl wurde mit 30 beschränkt. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Vorfeld auf Corona testen lassen, alle Tests waren negativ“, so Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Schneider einleitend.

Die Vorstände Georg Theurl und Wolfgang Wilhelmer berichteten von einem erfolgreichen Jahr 2019. Das Bauvolumen betrug 16,3 Mio. Euro. Insgesamt konnten 98 Wohnungen fertiggestellt werden. „In St. Johann-Oberleibnig wurden 5 Wohnungen, in Lienz insgesamt 51 Wohnungen, in Sillian 24 Wohnungen und in Matrei i.O. 18 Wohnungen fertiggestellt. 147 Wohnungen waren Ende 2019 in Bau, davon konnten einige schon 2020 übergeben werden, etwa die Anlagen Thal-Schmelzanger, Nußdorf-Debant Mühle, Virgen-Klosterwiese und Tristach-Lavanterstraße“, so Theurl.

 

Die neue OSG-Zentrale in der Emanuel-von-Hilbler-Straße wird über einen großen, abtrennbaren Sitzungsraum verfügen, in dem unter anderem Eigentümerversammlungen und Info-Veranstaltungen abgehalten werden können. Der Rohbau inklusive Dach ist bereits fertiggestellt. Die Übersiedlung soll im Laufe des Sommers 2021 erfolgen. Visualisierung: Machne&Glanzl Architekten ZT GmbH

 

Neben zahlreichen kleineren Sanierungen wurden bei vier Verwaltungsobjekten Großsanierungen im Ausmaß von über 1,5 Mio. Euro durchgeführt. Die Verwaltungseinheiten konnten deutlich auf 6.386 gesteigert werden. Dabei handelt es sich um 3.977 Einheiten der OSG und 2.409 fremde. „Der Grundstücksbestand beläuft sich Ende 2019 auf 62.357 m². Rund 500 Wohnungen sind auf diesen Grundstücken geplant bzw. in Vorbereitung. Aufgrund der guten Auftragslage bei den Handwerkern und Professionisten ist es derzeit schwierig, die Baukosten einzuhalten. 2020 mussten wir bereits zwei Bauvorhaben auf 2021 verschieben. Wir vermuten, dass sich diese Situation auch im heurigen Jahr für uns nicht verbessern wird“, betonte Wolfgang Wilhelmer.

Die Bilanzsumme der OSG stieg 2019 auf 153,1 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss war mit 2,82 Mio. Euro beinahe gleich hoch wie im Vorjahr, der Bilanzgewinn mit knapp 672.000 Euro etwas niedriger. „Das Eigenkapital von 30,7 Mio. Euro wird zur Gänze für die Finanzierung der Grundstücke und Baukosten-Zwischenfinanzierungen verwendet. Die Eigenmittelquote betrug zum Ende des Berichtsjahres 20,08 %, damit liegen wir weit über den vorgeschriebenen 8 Prozent“, so Wilhelmer.

 

Am Moarfeldweg in Lienz soll im Frühjahr 2021 mit dem Bau einer Wohnanlage mit elf Wohnungen im Ausmaß von 50 bis 125 Quadratmetern begonnen werden. Visualisierung: MICHAEL LUKASSER architekt

 

Geplant wird derzeit unter anderem auch an einem großen Projekt im Lienzer Zentrum (Bereich Kreuzgasse, Schweizergasse, Gartengasse) mit 41 Wohnungen und einer Wohnanlage am Moarfeldweg in Lienz mit elf Wohnungen. Baubeginn für beide Projekte soll noch im heurigen Jahr sein. Das neue Bürogebäude in der Emanuel-von-Hibler-Straße in Lienz soll im Laufe des heurigen Sommers bezogen werden. Vorgestellt wurden bei der Generalversammlung die neuen MitarbeiterInnen Sabrina Mayr, Sherin Miglar und Baumeister Ing. Martin Steiner.

Auch Ergänzungswahlen in den Aufsichtsrat standen auf der Tagesordnung. Berta Brugger stellte sich nach 27 Jahren Tätigkeit im Aufsichtsrat nicht mehr der Wahl. „Dass Berta Brugger aus dem Aufsichtsrat ausscheidet, bedauern wir sehr. Wir haben nicht nur ihre fachliche, sondern insbesondere auch ihre menschlich-soziale Kompetenz geschätzt. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg war ihr immer auch das Wohlergehen der MitarbeiterInnen, Vorstände und MieterInnen ein großes Anliegen“, bedankte sich Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Schneider. Anstelle von Berta Brugger einstimmig in den Aufsichtsrat gewählt wurde Christina Wurzacher.

 

Text: Redaktion, Fotos/Visualisierungen: Architekt DI Peter Paul Rohracher, Machne&Glanzl Architekten ZT GmbH, MICHAEL LUKASSER architekt

28. Januar 2021 um