OSG: Erfolgreiches Jahr 2023 trotz schwierigem Umfeld
Vier Bauvorhaben in Lienz, Assling und Virgen konnten 2023 fertiggestellt werden, zahlreiche Wohnungs- und Reihenhausanlagen sind in Bau. Das Bauvolumen ist auf über 18 Millionen Euro gestiegen.
Die Osttiroler Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft lud am Donnerstag, 28. November, zur Generalversammlung. „Stark erhöhte Baukosten und steigende Zinsen bei den Bankkrediten machten 2023 zu einem der schwierigsten Geschäftsjahre für Gemeinnützige Wohnbauunternehmungen. Trotz aller Schwierigkeiten konnten wir wieder ein äußerst positives Jahresergebnis erzielen. So kann das erste Jahr des neuen Geschäftsführer-Teams mit Wolfgang Wilhelmer und Josef Hotschnig als durchaus erfolgreich bezeichnet werden. Dafür möchte ich mich bei den beiden Geschäftsführern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern recht herzlich bedanken“, so Aufsichtsrats-Vorstizender Helmut Schneider.
Geschäftsführer Ing. Josef Hotschnig informierte über die Bautätigkeit der OSG: „Das Neubauvolumen betrug 18,2 Mio. Euro. Insgesamt wurden 29 Wohnungen, 3 Geschäftslokale und 64 Garagenplätze fertiggestellt. Neben zahlreichen kleineren Sanierungsarbeiten wurden bei fünf Verwaltungsobjekten Großsanierungen im Umfang von 800.000 Euro durchgeführt.“
Fertiggestellt werden konnten 2023 die Projekte Lienz-Moarfeldweg, Assling-Sonnenhang, Virgen-Gesundheitszentrum und Lienz Reimmichlstraße 46. Ende des Jahres waren 156 Wohnungen, 1 Geschäftslokal und 202 Garagenplätze in Bau. „2024 konnten wir die Projekte Matrei-Uhrmacherfeld mit drei Reihenhäusern, Virgen-Angerweg II mit sieben Wohnungen und Oberlienz-Vorstadt II mit zwölf Reihenhäusern starten“, informierte Hotschnig.
„Die Anzahl der Verwaltungseinheiten konnte auf 7.416 – davon 3.607 Wohnungen und Lokale – gesteigert werden. Die Bilanzsumme ist auf 177,2 Mio. Euro leicht angestiegen“, berichtete Geschäftsführer Wolfgang Wilhelmer. Der Jahresüberschuss betrug 2,65 Mio. Euro, der Bilanzgewinn 1,2 Mio. Euro. „Mit Eigenmitteln in Höhe von 41 Mio. Euro und einer Eigenmittelquote von 24,4 Prozent sind wir sehr gut aufgestellt. Das Eigenkapital wird zur Gänze für die Finanzierung der Grundstücke, Eigenmitteleinsatz beim Wohnungsbestand und für die Baukostenzwischenfinanzierung verwendet“, so Wilhelmer.
Zum 31. Dezember 2023 halten 2.434 Mitglieder der OSG ein Geschäftsguthaben von 53.944 Euro. Die Genehmigung des Jahresabschlusses 2023 und die Entlastung der Funktionäre erfolgte einstimmig.
Michael Egger mit seiner Gattin Traudl. Der Matreier war 46 Jahre lang Funktionär der OSG. Für seine Verdienste um die erfolgreiche Entwicklung der Genossenschaft sprach ihm AR-Vorsitzender Helmut Schneider besonderen Dank aus.
Auf der Tagesordnung standen auch Ergänzungswahlen in den Aufsichtsrat. AR-Vorsitzender Helmut Schneider und AR-Schriftführerin Dr. Carolina Rautter wurden in ihren Ämtern bestätigt. Helmut Schneider kündigte an, nur mehr in der kommenden Funktionsperiode zur Verfügung zu stehen.
AR-Vorsitzender-Stv. Michael Egger schied aus dem Aufsichtsrat aus. Christian Kröll wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt. „Michael Egger ist ein besonders verdienstvoller Funktionär der OSG. Er war 34 Jahre lang Mitglied des Vorstandes und zwölf Jahre Mitglied des Aufsichtsrates. Michael hat von Beginn an wesentlich zur erfolgreichen Entwicklung unserer Genossenschaft beigetragen“, bedankte sich Helmut Schneider bei Michael Egger, der für seinen Einsatz und sein Engagement Standing Ovations erntete.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger