ÖGB fordert Solidarität mit Anita-Beschäftigten
Um die Arbeitsplätze im Anita-Werk in Matrei längerfristig abzusichern, schlägt Osttirols ÖGB-Vorsitzender Willi Lackner vor, mehr Produkte dieser Firma zu kaufen.
Dringenden Handlungsbedarf was die Situation am Osttiroler Arbeitsmarkt betrifft, sieht Osttirols ÖGB-Vorsitzender Willi Lackner. „Der Fall Niemetz hat uns gezeigt, wie wertvoll der Konsum einheimischer Produkte für den Arbeitsmarkt sein kann. Die Näherinnen im Matreier Anita-Werk produzieren hochwertige Qualitätsprodukte. Wir sollten verstärkt diese Produkte kaufen“, ruft er zur Solidarität mit Anita-MitarbeiterInnen auf. Lackner fordert die Politik auf, eine Arbeitsgruppe zur Betriebsansiedelung speziell für Osttirol ins Leben zu rufen. „Die Standortagentur ist zu weit weg, und unsere Probleme sind zu akut, um abzuwarten. Man benötigt eigene Kräfte, um dem Problem der mangelnden Arbeitsplätze Herr zu werden. Ich bin gerne bereit mitzuwirken“, so Lackner. Auch ÖGB-Regionalsekretär Harald Kuenz stimmt die Arbeitsmarkt-Situation im Bezirk nachdenklich. „Der fortlaufende Verlust von Arbeitsplätzen hat zu einer Arbeitslosenquote von 11,4% geführt“, so Kuenz. Im Iseltal sei die Situation besonders düster. „Da ist es schön langsam schwieriger, einen Arbeitsplatz zu finden, als Wasser in der Wüste Gobi. Der Arbeitsmarkt in der Region gibt fast gar nichts mehr her“, so Kuenz abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Journal/L. Sulzenbacher