ÖGB: „Erfolgsmodell Kurzarbeit sicherte im Bezirk Lienz fast 7.000 Arbeitsplätze!“
In Osttirol sind derzeit noch über 900 Beschäftigte in Kurzarbeit. Das Konzept hätte Massenarbeitslosigkeit verhindert und gelte europaweit als Vorbild, loben Gewerkschafts-Vertreter.
„Viele Unternehmen, große wie kleine, haben auch in der Corona-Krise Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren MitarbeiterInnen gezeigt und auf Kurzarbeit gesetzt. Damit konnten im Bezirk Lienz fast 7.000 Arbeitsplätze erhalten bleiben“, freut sich der Tiroler ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth.
Das bestätigt auch der Osttiroler Regionalvorsitzende Willi Lackner: „Derzeit sind im Bezirk Lienz noch 921 Beschäftigte in 165 Betrieben in Kurzarbeit. Insgesamt haben 763 Betriebe das Modell während der Corona-Krise bisher in Anspruch genommen. Die Zahlen sprechen für sich: Die Kurzarbeit hat Massenarbeitslosigkeit verhindert und dafür gesorgt, dass wir bestmöglich durch die Krise gekommen sind.“ Im gesamten Bundesland Tirol befinden sich aktuell noch über 28.000 Beschäftigte in Kurzarbeit, zu Spitzenzeiten waren es über 128.000.
Das Modell, das zu Beginn der Covid-19-Krise durch eine Sozialpartnereinigung geschaffen wurde, gilt europaweit als Vorbild. „Das Erfolgsmodell Kurzarbeit sichert tausende Arbeitsplätze und ist für Krisenzeiten genau das Richtige“, so Wohlgemuth, der gleichzeitig weitere Investitionen in Qualifizierungsmaßnahmen fordert: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, ein starkes Konjunkturpaket für die Zukunft auf die Beine zu stellen, um für soziale Sicherheit zu sorgen. So eröffnen sich den Menschen nach dieser schwierigen Zeit neue Perspektiven!“
Text: Redaktion, Symbolbild: Fotolia/Kara