ÖAMTC: Über 5.000 Pannenhilfen und 672 Flüge in Osttirol im Jahr 2017

11.070 Autobesitzer sind in Osttirol Mitglied beim ÖAMTC. Der Stützpunkt in der Tiroler Straße in Lienz ist zu klein. Geplant ist ein neuer Stützpunkt in Nußdorf-Debant.

Bei ihrer Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 14. Juni, zog die ÖAMTC-Bezirksgruppe in der Feuerwehrzentrale in Lienz Bilanz über das Jahr 2017. „Mit 11.070 Mitgliedern ist der ÖAMTC der größte Verein im Bezirk. 38,55% aller Autobesitzer sind bei uns Mitglied. Die 14 MitarbeiterInnen rund um Stützpunktleiter Norbert Kraler leisten hervorragende Arbeit“, so Bezirksgruppenobmann Gerhard Seirer einleitend. 5.189 Mal rückten die „Gelben Engel“ zu Pannenhilfen und Abschleppungen aus, §57a-Begutachtungen wurden 4.495 durchgeführt. Hubschrauber Christophorus 7 rückte 672 Mal aus der Luft an, um Hilfe zu leisten – das bedeutet 84 Flüge mehr als 2016.

 

Auch für 55 Jahre Mitgliedschaft wurden zahlreiche private Autofahrer und Firmen geehrt.

 

„Die durchschnittliche Wartezeit auf die Pannenhilfe betrug nur 32 Minuten. Darauf sind wir stolz. Man muss nämlich bedenken, dass unsere Mitarbeiter in Osttirol oft in entlegene Gebiete ausrücken müssen“, so Gerhard Seirer, der als Anwalt 39 Rechtsberatungen für Mitglieder durchführte. Der Bezirksgruppenobmann sprach auch die in Lienz geplante „Begegnungszone“ in der Innenstadt an. „Wir sprechen uns eindeutig negativ zu Durchfahrtsbeschränkungen zwischen Muchargasse und Zwergergasse aus. Mit einem Zebrastreifen hat das früher einwandfrei funktioniert. Wir glauben, dass es bei Durchfahrtsbeschränkungen zur Verlagerung des Verkehrs auf die B 100 kommt, wo sich der Verkehr im Sommer jetzt schon häufig staut“, so Seirer.

 

Bezirksgruppenobmann Gerhard Seirer: „Wir halten die neuen Verkehrsregelungen in der Lienzer Innenstadt mit Durchfahrtsbeschränkungen für einen wesentlichen Fehler. Der ÖAMTC hätte eine kompetente Stellungnahme abgeben können, wurde aber nicht gefragt.“

 

Zum vorbildlichen Stützpunkt und die „tolle Arbeit der MitarbeiterInnen und des Ausschusses“ gratulierte Landesdirektor Andreas Heis. „Die Mitarbeiter-Führung durch Stützpunktleiter Norbert Kraler ist genauso, wie wir uns das vorstellen“, so Heis. Durch die steigenden Mitgliederzahlen sei man in Innsbruck in Sorge, dass der Stützpunkt in der Tiroler Straße irgendwann zu klein wird. „Wir planen, den Stützpunkt zu verlegen, um weiterhin zeitgemäße Dienstleistungen in einem modernen Umfeld anbieten zu können. Wir haben schon ein geeignetes Grundstück in Nußdorf-Debant gefunden. Es ist ein Grund der Baufirma Frey gegenüber der Firma Hofer“, so Heis.

Zahlreiche Mitglieder wurden für 25, 50 und 55 Jahre ÖAMTC-Mitgliedschaft geehrt. Höhepunkt des Abends war die Ehrung von Friedrich Gailer, der bereits 65 Jahre Mitglied ist. Besonders erwähnt wurde auch, dass Friedrich Gailer 65 Jahre lang unfallfrei mit seinem Auto unterwegs war.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

15. Juni 2018 um