Neupositionierung des Uni-Standortes Lienz bei Kreativworkshop diskutiert

Aus allen Blickwinkeln wurde die Neupositionierung des Campus Technik Lienz bei einem „Design Thinking“-Workshop am 12. November in der Wirtschaftskammer beleuchtet.

Lienz als kleine, pulsierende Studentenstadt mit einem regen Kulturleben, spezialisiert und mit internationalem Renommee – so sahen die TeilnehmerInnen des Kreativworkshops ihre Stadt in der Zukunft. Die elf TeilnehmerInnen aus den unterschiedlichsten Interessensgruppen – Uni, UMIT Tirol, Wirtschaftskammer, Stadtverwaltung, Studenten, Interessensgemeinschaft und Unternehmen – beleuchteten die Aufgabenstellung „Neupositionierung des Campus Technik Lienz“ aus allen Blickwinkeln.

Aus Sicht der Studierenden hatte die Internationalität – mit regionalem Bezug – höchste Priorität. So könnten etwa bisherige Uni-Partnerschaften, z.B. mit den Hochschulen Laibach und Bozen, erweitert werden. Im Gespräch waren die FH Hagenberg in Oberösterreich ebenso wie die Universitäten in Zürich und St. Gallen. Es brauche eine institutionelle Kooperation auf Augenhöhe, und es gehe darum, durch andere Netzwerke in Kooperationen eintauchen zu können, war man sich einig.

 

 

Für eine Kernkompetenz des Campus Technik Lienz mit Alleinstellungsmerkmal und erweiterten Angeboten sprachen sich die TeilnehmerInnen aus. Nicht allein der Abschluss Bachelor Mechatronik solle das Angebot sein, hinzu könnten Lehrgänge wie z. B. Medizintechnik oder Sporttechnologie kommen. Wenn der Campus Technik Lienz international vernetzt und mit Exzellenz in der Kernkompetenz ausgestattet ist, sei es nicht unrealistisch, dass auch internationale Studenten nach Osttirol kommen und den Wirtschaftsstandort zusätzlich beleben.

Die UnternehmerInnen wünschten sich Top ausgebildete Absolventen, die nicht nur in der Lage sind, mit vorhandenen Ressourcen gut zu arbeiten, sondern Produkte auch weiterzuentwickeln. „Überregionalität“ war zudem das Stichwort, das Studenten anzieht. Einig war sich die Gruppe, dass in der Region eine eigene Struktur – z. B. in der Rechtsform einer GmbH – mit entsprechendem Personal angesiedelt sein muss, die als Bildungsmanagement die Kontakte zwischen den verschiedenen Universitäten, mit denen man vernetzt ist, und den Betrieben aktiv unterhält.

Die Stärke der Region – so der Konsens – sei die ganz besondere Lebensqualität, ebenso wie ihre wirtschaftliche und kulturelle „Scharnierfunktion“ in alle Himmelsrichtungen. „Unsere Stärken – und dazu zählen auch Offenheit und Flexibilität – müssen jedoch unbedingt durch eine exzellente Ausrichtung gestützt werden“, betonte Mag. Reinhard Lobenwein, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer.

 

Text: Redaktion, Fotos: WK Lienz

17. November 2020 um