Neues Leit- und Infosystem am Drauradweg soll Gäste in die Lienzer Innenstadt lenken
Die Information und Wegweisung am Drauradweg zwischen Lienz und Innichen wurde neu aufgebaut. Im Fokus steht dabei auch der neue Fotopoint mit dem Bullen von Prof. Jos Pirkner.
Zusammen mit der Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und Harald Haider (Obmann des Drauradweges) stellte Franz Theurl, Obmann des Tourismusverbandes Osttirol, das neue Leit- und Infosystem vor.
„Zielsetzung ist es, die RadfahrerInnen verstärkt in die Innenstadt zu lenken – einerseits über das Mobilitätszentrum und andererseits über die Obere Altstadt“, so die Bürgermeisterin einleitend. Der Tourismusverband habe laut Franz Theurl nach Inbetriebnahme des Mobilitätszentrums Handlungsbedarf gesehen. „Die Tatsache, dass nach der Errichtung des Mobilitätszentrums die Radfahrer direkt zur Rückgabe der Leihräder gelenkt wurden, hat sich negativ auf die Innenstadtfrequenzen dieser Zielgruppe ausgewirkt“, erklärte Theurl.
Mit dem neuen Konzept sollen die italienischen Gäste bereits bei der Übernahme ihres Leihrades darauf hingewiesen werden, dass sich der Besuch der Lienzer Innenstadt lohnt. Erstellt wurde das Konzept gemeinsam mit der Agentur 20four. Mit einer peppigen Illustration werden künftig 16 Stationen am Drauradweg beschrieben und deren Erlebnisinhalte dargestellt.
Station Nr. 16 ist der neue geschaffene Fotopoint mit dem Bullen des Osttiroler Künstlers Jos Pirkner. „Die Skulptur hat uns Prof. Jos Pirkner über den Sommer kostenlos zur Verfügung gestellt. Wir beschreiben auch die Geschichte von Red Bull Racing und Torro Rosso sowie die Bedeutung des Künstlers. Die Italiener sind sicher interessiert zu wissen, wo der Markenauftritt der starken Ferrari-Konkurrenz ihren Ursprung hat“, erklärte Theurl.
v.l.n.r.: GR Dr. Christian Steininger (Obmann Stadtmarketing Lienz), Künstler Prof. Jos Pirkner, Bgm. LA DI Elisabeth Blanik, TVBO-Obmann Franz Theurl, DI Harald Haider (Obmann Drauradweg)
Gleich zu Beginn der Radtour in Innichen wird jedem Radfahrer eine Karte ausgehändigt, die Verhaltensregeln und einen Zugang über QR-Code zur Routenführung und zu den einzelnen Stationen beinhaltet. „Damit kann der Radfahrer gleich zu Beginn der Tour entscheiden, wo er Halt machen wird. Aber auch entlang der Strecke sind vor allen Stationen Schilder mit Informationen angebracht. Die Stationen sind auch mit einem QR-Code versehen, sodass die Radfahrer mittels Handy auch noch unterwegs Entscheidungen treffen können“, so Theurl. Über den QR-Code gelangen die Gäste auch zum Angebot in den Geschäften, sodass auch für geplante Einkäufe eine Orientierung gegeben ist.
Die Routenlenkung führt über den Hauptplatz und die großzügige Unterführung am Boznerplatz direkt zur Rückgabestelle für die Leihbikes und zum Bahngleis für die Rückfahrt nach Innichen. „Krönender Abschluss der Radtour ist die Erinnerungsaufnahme am Johannesplatz – entweder über den Fotopoint oder mittels Smartphone. Wir konnten bereits in den letzten Tagen beobachten, dass der Bulle von Prof. Pirkner ein äußerst begehrtes Fotomotiv ist – und das nicht nur bei den Radfahrern. Auch ohne QR-Code werden die BesucherInnen der Innenstadt über zwei großflächige Informationsständer auf den Künstler Jos Pirkner und seine Verbindung zur Weltmarke Red Bull hingewiesen“, so Theurl.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: TVB Osttirol/Elias Bachmann, Osttirol heute/Mühlburger