Neuer Trail verbindet das Defereggen-, mit dem Antholzertal

6 Tagesetappen, 90 Kilometer Weglänge und rund 7.400 Hm: Das sind kurz zusammengefasst die wichtigsten Daten des 2-Täler-Trails, der am 2.8. seiner Bestimmung übergeben wurde.

Immer mehr Urlaubsgäste machen sich auf zum Weitwandern, um über mehrere Tagesetappen das Naturerlebnis zu suchen und gleichzeitig durch körperliche Anstrengung mentale Regeneration zu finden. Osttirol mit seinen 266 Dreitausendern und dem Nationalpark Hohe Tauern ist eine ideale Weitwanderdestination und verzeichnet mit dem neu eröffneten 2-Täler-Trail in Summe 14 Weitwanderrouten. Der neue Weitwanderweg über die Grenze nach Italien zeichnet sich durch seine besondere landschaftliche Schönheit und die leichte Begehbarkeit auf der mittleren Hangstufe aus.

Der 2-Täler-Trail verläuft über sechs Tagesetappen mit mittleren und leichten Schwierigkeitsgraden, insgesamt 90 Kilometern und rund 7.400 Höhenmetern. Jede der Etappen verfügt über ihre eigene Charakteristik des alpinen Natur- und Kulturraums, und ist auch danach benannt. Was alle Routenabschnitte vereint, ist das spektakuläre Panorama durch die aussichtsreiche Mittelhanglage, das mit dem Claim „Weitwandern am Balkon der Alpen“ unterstrichen wird. Entlang der Route sind dazu stimmig Holzbalkone, in Ost- und Südtirol umgangssprachlich „Solder“ genannt, an besonders exponierten Aussichtspunkten aufgestellt. Auf Panoramatafeln sind dort die Gipfel des jeweiligen Ausblicks erläutert. Auch jeden Routenstart markiert ein Solder mit Schautafel, die Informationen zur Routenführung, zur Geschichte und zur Kultur des jeweiligen Ortes liefert.

 

 

Bei der Wegführung wurden bestehende Wege, Beherbergungsmöglichkeiten und Ab- oder Einstieg nach jeder Etappe eingebunden. Durch den 2-Täler-Trail wurden aber auch historische Wegführungen wiederbelebt. Auf Etappe 4 passieren die Wanderer gleich zwei Mal die Landesgrenze. Ein Kriegerdenkmal am Passübergang des Staller Sattels erinnert an die enge Verbundenheit der beiden Täler Defereggen und Antholz, die nach dem I. Weltkrieg durch die Teilung des Landes Tirol im Vertrag von Saint-Germain auf eine harte Probe gestellt wurde. Damals avancierte der Staller Sattel als Grenzübergang zu einem Tummelplatz für Schmuggler. Viele Spuren und Erinnerungen an diese Zeit sind bis heute erhalten. Das Motto dieser Etappe lautet deshalb „Auf den Spuren der Schmuggler“.

Am Freitag, 2.8.2019, dem Tag der offiziellen Eröffnung am Staller Sattel nahm TVBO-Obmann Franz Theurl auch auf die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Bezug. „In unserer Region sind Grenzen für Urlaubsgäste irrelevant, da sie sich in einem Radius bewegen, der weit über unseren Bezirk hinausreicht. Natürlich wollen wir in erster Linie Osttirol mit Erlebnisinhalten für die Gäste aufladen. Aber noch nachhaltiger ist es, die Region als Gesamtes im Sinne von einem `Europa der Regionen` als Erlebnisraum zu betrachten, dessen Vielfalt für den Gast einen attraktiven Mehrwert darstellt.“ Der 2-Täler-Trail wurde in Zusammenarbeit des TVBO Osttirol (Projektleitung: Otto Trauner) mit dem Tourismusverein Antholzertal (Projektleitung: Lukas Nagler) und der finanziellen Unterstützung der Europäischen Union realisiert. TVBO-Projektleiter Otto Trauner betonte die ausgezeichnete, freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Kollegen in Südtirol. Für die Projektplanung zeichnete die Firma Revital Naturraumplanung GmbH verantwortlich, die Infrastrukturarbeiten führten Mitarbeiter des TVB Osttirol und des TV Antholz aus. Die „Solder“ als Aussichtsplattformen baute die Zimmerei Weingartner GmbH aus Dölsach.

Ausführliche Informationen zur Route: www.osttirol.com

 

 

Text: Wirtschaftsredaktion, Fotos: Osttirol heute und TVB Osttirol

05. August 2019 um