Neue Tierarztpraxis in Lienz: Moderne Ausstattung, umfassendes Angebot
In der Peggetz ist ein eingeschossiger Neubau entstanden, in dem Mag. Christine Bergmann beste Voraussetzungen für ihre Arbeit als Tierärztin für Kleintiere, Pferde und Nutztiere findet.
Geplant und umgesetzt wurde die neue Praxis von DI Hortense Kotzinger, die einzelnen Gewerke führten vorwiegend heimische Betriebe aus. „Den konkreten Planungsauftrag habe ich 2019 erhalten“, erinnert sich Architektin Hortense Kotzinger zurück. Sie war während der knapp neunmonatigen Bauphase auch für die Bauleitung verantwortlich und beschreibt die neue Praxis als „Funktionsbau“. Von Vorteil sei es von Beginn an gewesen, dass der Wunsch der Bauherrin, nachhaltig mit Holz zu bauen, ganz ihrer eigenen Präferenz entsprochen habe. Auf einer Bodenplatte aus Stahlbeton wurde das Haus in Holzbauweise errichtet. Das Grundstück, auf dem die neue Tierarztpraxis realisiert wurde, befindet sich in der Peggetzstraße 36. Rund 420 Quadratmeter sind verbaut, rund 580 Quadratmeter stehen der Erschließung und 11 Parkplätzen zur Verfügung. Die Zufahrt zum Grundstück führt über öffentliches Gut, dieses soll im Frühjahr 2022 zu einer großzügigen Straße ausgebaut werden.
Der Praxis-Neubau umfasst aktuell ein Geschoss, mit der Option bei Bedarf aufstocken zu können. Erschlossen wird das Gebäude an der Ostseite über eine Treppe bzw. eine Rampe. Haustechnik und Kellerersatzräume sind ebenfalls erdgeschossig angelegt, die Energieversorgung sichern eine Grundwasser-Wärmepumpe sowie eine PV-Anlage. Um eine eventuelle spätere Erweiterung zu ermöglichen, fiel die Entscheidung auf ein Flachdach. Die Fassade wurde mit Holzschindeln ausgeführt.

Die neue Tierarzt-Praxis verfügt über eine Nutzfläche von 250 Quadratmetern, die, funktionell und modern eingerichtet, für die bestmögliche Versorgung der tierischen Patienten und Beratung ihrer Besitzer ausgerüstet sind. „Meiner Architektin ist es sehr gut geglückt, meine Wünsche umzusetzen“, lässt Tierärztin Mag. Christine Bergmann wissen. „Die Funktionsflächen sind durchwegs auf einem Niveau, somit ist die gesamte Praxis barrierefrei. Der Wartebereich ist großzügig gestaltet, eröffnet genügend Rückzugsmöglichkeiten und schränkt damit den unmittelbaren Kontakt zwischen den einzelnen Patienten ein. Die Anzahl und die gute Erreichbarkeit der Parkplätze bieten gegenüber dem alten Standort der Praxis viele Vorteile, da kranke Tiere meist getragen werden müssen. Die stationäre Aufnahme von Tieren vor und nach den Operationen ist durch helle, saubere und mit Wärmelampen ausgestattete tierfreundliche Käfige in eigens dafür vorgesehenen Räumen gewährleistet. Für Diagnostik und Therapie stehen entsprechende Räumlichkeiten für Labor, Röntgen, Ultraschall, OP, Zahnbehandlung & Co zur Verfügung. Wie durchdacht und auf die Optimierung des Arbeitsablaufes ausgerichtet der Praxisneubau ist, spiegelt sich auch in der Ost-West-Ausrichtung des Gebäudes wider. Um der sommerlichen Überhitzung entgegenzuwirken, wurden die Funktionsräume mit kleineren Fensterflächen nach Westen hin orientiert. Die morgendliche Sonne erfüllt den Wartebereich im Osten, der über großzügige Fensterflächen verfügt. Im Behandlungsraum kann man das rege Treiben der Spaziergänger und Sportler am Draudamm mitverfolgen. Blickbezüge mit der umliegenden Bergwelt waren wichtig, Rückzugsmöglichkeiten, wo es nötig ist, und Transparenz dort, wo es dem Wohlbefinden der Nutzer zugutekommt.

Architektin DI Hortense Kotzinger (im Bild rechts, ganz außen) war für die Planung und Baukoordination der neuen Tierarzt-Praxis in der Peggetzstraße 36 in Lienz verantwortlich. Hier finden Tierärztin Mag. Christine Bergmann (1. von links) und ihr Team beste räumliche Gegebenheiten für den Praxisalltag vor.
Mag. Bergmann, die die neue Praxis gemeinsam mit ihrem Team Ende Jänner 2022 bezogen hat, zeigt sich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden: „Die Entscheidung, neu zu bauen und vom vorherigen Praxisstandort in der Kärntner Straße in Lienz hierher zu ziehen, war eindeutig die richtige.“ Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auch in der neuen Praxis klar auf der Betreuung von Kleintieren, zu ihrem Angebot gehören nach wie vor aber auch Visiten im Rahmen einer Großtierpraxis. „Ich decke, unterstützt von Tierarzthelferinnen, ein sehr breites Feld tierärztlicher Leistungen ab – beginnend von Vorsorgeuntersuchungen bis hin zu Routine- und/oder Notfallbehandlungen, über chirurgische Eingriffe (wie Kastrationen, Tumor- und Bauch-OPs, Entfernung von Fremdkörpern usw.) bis hin zu Zahnbehandlungen oder Impfungen“, umreißt sie das Aufgabengebiet.


Besonders wichtig ist der Lienzer Tierärztin eine individuelle und ausführliche Beratung der Tierbesitzer, etwa in Fragen einer artgerechten Haltung und Fütterung, der Verhaltensanalyse oder Tierkennzeichnung, um nur einige Beispiele zu nennen. Sehr gut hätten sich im Praxisalltag, so Christine Bergmann, die u.a. auch den Wildpark in Assling tierärztlich betreut, alternative Therapieformen wie die Homöopathie, die Akupunktur oder die Neuraltherapie bewährt. „Die Gesundheit der Tiere liegt mir wirklich am Herzen, weshalb ich mich immer darum bemühe, aus einer Vielzahl von Möglichkeiten die jeweils richtige Therapie zu wählen, um meine tierischen Patienten zu versorgen.“
Text: E. Hilgartner, Fotos: Osttirol Heute