Neue Struktur des TVBO einstimmig beschlossen

Bei der AR-Sitzung des Tourismusverbandes Osttirol am 6. Feber 2013 wurde die neue Struktur beschlossen. Regionalbeiräte unterstützen in Zukunft die Gremien.

Obmann Franz Theurl, AR-Vorsitzender Werner Frömel und dessen Stellvertreter DI Hermann Kuenz berichteten am 7. Feber 2013 in einem Pressegespräch von der am Tag zuvor abgehaltenen Aufsichtsratssitzung – der ersten seit der Neuwahl von Aufsichtsrat und Vorstand am 17. Dezember 2012. „Diese Aufsichtsratssitzung hatte für mich eine neue Qualität, was die konstruktive Sacharbeit betrifft. Mich als Osttirol-Denker freut es, dass mit den neuen Strukturen der TVBO als ein Unternehmen für Osttirol als Gesamtes umgesetzt ist“, leitete Franz Theurl ein. In Zukunft werden vier Regionalbeiräte die Entscheidungsgremien Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer Arbeit unterstützen. Am 20. Feber 2013 wird der Aufsichtsrat in einer Sitzung diese Beiräte bestellen. „Die gewählten Mandatare von Aufsichtsrat und Vorstand sind automatisch Mitglieder in den Regionalbeiräten, zusätzliche Mitglieder sollen von diesen Mandataren bis zur nächsten AR-Sitzung gesucht werden“, erklärte dazu AR-Vorsitzender Werner Frömel.

Ein weiteres neues Gremium sollen die so genannten Arbeitsausschüsse sein, die den Vorstand in seiner operativen Arbeit unterstützen werden. Auch Frömels Stellvertreter Hermann Kuenz – als Vertreter des Teams Osttirol im neuen Aufsichtsrat – lobte die neue Qualität der Zusammenarbeit. „Es war in der gestrigen Sitzung ein klarer Wille zur Zusammenarbeit erkennbar. Regionalbeiräte zu schaffen, war die richtige Entscheidung. In diese Gremien sollen aktive Leute vor Ort eingebunden werden, die das Gefühl haben sollen, mitentscheiden zu können“, betonte Kuenz.

Obmann Franz Theurl berichtete von der Funktionsaufteilung innerhalb des Vorstandes, den er als operatives, geschäftsführendes Organ des TVBO sieht. Theurl selbst wird in Zukunft für die Personalverwaltung, die Finanzen und das Marketing im Tagesgeschäft zuständig sein. „Für die strategische Ausrichtung des Marketings ist natürlich weiterhin der gesamte Vorstand verantwortlich“, so Theurl. Bgm. LA Dr. Andreas Köll sind als Vorstands-Mitglied die Agenden Infrastruktur, Nationalpark sowie die Kooperation mit Gemeinden und Planungsverbänden übertragen worden. Vorstand Josef Schett hat die Bereiche Landwirtschaft und naturnaher Tourismus übernommen. „Damit ist Josef Schett indirekt auch maßgeblich in das Marketing eingebunden, und wir wollen seine Kompetenzen, was den ursprünglichen, naturnahen Tourismus in unserem Bezirk betrifft, nutzen“, streute Theurl dem Innervillgrater Unternehmer Rosen.

Marketing wird wie bisher im operativen Geschäft von der Osttirol Werbung betrieben. „Das bietet die Möglichkeit, Geld zu sparen und hat auch steuertechnische Vorteile“, erklärte Theurl. Neue Stabstellen werden für die Verwaltung, den Vertrieb und die Osttirol-Info (Infocenter) geschaffen und die Leitung dieser Stellen neu besetzt. „Die regionalen Info-Büros wollen wir mit der neuen Stabstelle Osttirol-Info auf eine neue Qualitätsstufe stellen. Dem Infocenter-Leiter kommen wichtige Aufgaben dahingehend zu, dass er die Personalressourcen steuert, die Motivation der MitarbeiterInnen vor Ort stärkt und die Ausbildung koordiniert“, sagte dazu Franz Theurl.

Schließlich wurde noch über die Erweiterung des Aufsichtsrates berichtet. Nina Grissmann wurde als Mitglied ohne Stimmrecht in dieses Gremium kooptiert. „Bei diesem Tagesordnungspunkt gab es bei der gestrigen Sitzung Auffassungsunterschiede, und es war dies der einzige Beschluss, der nicht einstimmig gefasst worden ist. Familie Grissmann strahlt mit ihrem Engagement auf den gesamten Osttiroler Tourismus aus, und Nina kann nicht nur wegen ihrer Tourismus- Kompetenz, sondern auch als Gattin von Snowboard-Weltmeister Benjamin Karl viel für die Außenwirkung der Marke Osttirol tun“, sagte dazu AR-Vorsitzender Werner Frömel.  „Wir haben uns als Team grundsätzlich gegen zusätzliche Kooptierungen in den Aufsichtsrat ausgesprochen und haben natürlich nichts gegen die Person Nina Grissmann einzuwenden. Aus langjähriger Erfahrung kann ich sagen, dass es meist umso schwieriger wird, je größer ein Gremium ist“, meinte Hermann Kuenz zur personellen Ausweitung des Aufsichtsrates.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Journal/Sulzenbacher

07. Februar 2013 um