Neuartiges Tourismuskonzept am Fuße des Großglockners
In der Glocknergemeinde eröffnete Katrin Polentz mit Start in die Wintersaison 2022/2023 ihr „Mountain Resort Collis Hill“. Die Anordnung der Gebäude erinnert an alte Dorfstrukturen.
Fünf Zimmer und drei Tichas, eine Kombination aus Tipi und klassischem Hotelzimmer, bieten Platz für 31 Gäste. Über allem stehen die Begriffe „Erholung“ und „Aktivität“, „Minimalismus“ und die „Nähe zur Natur“. Die Eröffnung des Resorts fand im Dezember 2022 statt.

Blick ins Innere eines der Tichas – auch hier dominieren natürliche Materialien, die die Verbindung zur umgebenden Naturlanschaft herstellen.
Die Wirkungsstätte von Katrin Polentz liegt eingebettet zwischen Schober-, Glockner- und Granatspitzgruppe und soll durchaus mehr bieten als grandioses Bergpanorama. Mit ihrem Mountain Resort Collis Hill hat sie ein innovatives Tourismuskonzept erschaffen. Ihre Liebe zur Natur im Lesachtal und ihre Begeisterung für Land und Leute möchte sie nun in dieser Form an Urlauber aus aller Welt weitergeben. „In aller Abgeschiedenheit einfach zu leben und erleben – diese Gelegenheit bietet Collis Hill seinen Besucherinnen und Besuchern“, betont sie. Das Angebot des Mountain Resorts richtet sich an Familien, an Paare, als auch an Gruppen. Das Resort umfasst fünf Zimmer und drei freistehende Tiny Houses, Tichas genannt. Die Grundidee des neuartigen Konzepts liegt im Aufbau des Areals verborgen: Ähnlich der ursprünglichen Dorfstruktur von Kals reihen sich die Gebäude, die für sich stehen und individuelle Ruhe ermöglichen, aneinander. Im Zentrum steht der „Dorfplatz“, der ungezwungene Begegnungen fördert.
Osttiroler Gastgeberin mit Innovationsgeist
Die 30-jährige Katrin Polentz, geboren und aufgewachsen in Kals, führt seit zehn Jahren mit Herzblut und Engagement die Figolalm – ein Treffpunkt internationalen Publikums. In ihrem neuen, zusätzlichen Wirkungsbereich kombiniert die gelernte Büro- und Versicherungskauffrau die Verbundenheit mit Osttirol und das Streben nach neuen Ansätzen im Tourismus: „Wir kennen sie alle, die Natur Osttirols. Sie ist einzigartig! Der Großglockner prägt die Region und die hier lebenden Menschen. Die Ruhe, die einen in unserer Region umfängt, wünsche ich jedem und möchte ich weitergeben. Und aus genau diesen Gründen habe ich Collis Hill entwickelt und aufgebaut.“ Stets in der Nähe von Karin Polentz ist ihr Hund Aran – gemeinsam absolvierten sie die Ausbildung zum Lawinen- und Suchhundeteam. „Meine Einsätze in den weitläufigen Bergen mit Aran haben mich beeindruckt, und genau diese Rauheit der Natur ließ ich in mein Konzept miteinfließen – naturbelassene Materialien aus der Region, klare Linien in der Architektur, Bewegung und Abenteuer“, erklärt sie.
Im Collis Hill-Haupthaus lädt ein Frühstücksraum mit Kaminfeuer im EG zum Genießen und Verweilen ein.
Innovatives Konzept
Wie wollen wir zusammenleben, jetzt und in Zukunft? Diese Frage stellte sich Mountain Resort-Inhaberin Katrin Polentz bei der Entwicklung ihres Konzeptes. „Die abschließend gültige Antwort auf diese alles entscheidende Frage habe ich nicht“, meint sie und führt weiter aus: „Aber wir bieten eine potenzielle Antwort mit unserem Ort in der Osttiroler Bergwelt, der so einzigartig ist: Unsere Anlage spürt den Strukturen alter Dörfer nach. Jedes Gebäude steht für sich und gewährt zudem die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Die Gebäudestruktur bietet Räume, die sich den Gästen öffnen und zum Zusammensein einladen, ähnlich einem Dorfplatz, der das zufällige Treffen und den Austausch von Neuigkeiten fordert.“ Umgesetzt wurde dieser Gedanke in Form einer offenen Feuerstelle, der Möglichkeit des Hängeliegens im Garten, einer traditionell geprägten Scheune sowie des Frühstücks- und Aufenthaltsraumes im Haupthaus.

Im Haupthaus bieten fünf Zimmer, darunter zwei Doppelzimmer, zwei Familienzimmer und eine Junior Suite mit jeweils angeschlossenen Sanitärräumen, komfortable Übernachtungsmöglichkeiten. Zwei Zimmer liegen im Erdgeschoss, drei Zimmer im ersten Stock. Die Räume mit handgemachten Möbeln nach Maß aus Naturmaterialien strahlen eine ruhige Klarheit und große Gemütlichkeit aus.
Nordamerikanisches Tipi trifft auf Wohlfühl-Hütte
Drei Tichas verteilen sich über das 4.000 Quadratmeter große Gelände: Bei ihnen handelt es sich um moderne dreieckige Holzbauten, deren Umsetzung von den umliegenden Berggipfeln und nordamerikanischen Tipis inspiriert wurde. „Mit den Tichas, die ich selbst entworfen habe, übertragen wir die traditionelle Architektur der Region in die heutige Zeit“, sagt Katrin dazu. „Sie bieten eine wohnliche Atmosphäre und sind für mich das perfekte Basislager für Aktivitäten jeglicher Art in unmittelbarer Umgebung.“ Die Tichas sind ausgestattet mit einer Küche, einem Wohnbereich sowie einem Bad und einem Schlafzimmer. Sie bieten Platz für zwei bis vier Personen. Jedes der dreieckigen, freistehenden Gebäude überlässt es seinen Gästen, die Ruhe zu genießen oder die Gesellschaft der anderen Gäste an den Gemeinschaftsorten zu suchen.
„Im Collis Hill konzentrieren wir uns auf das Hier und Jetzt: Wir sitzen zusammen am Feuer und kommen ins Reden, wir erzählen von unserem Leben und den Lieben daheim. Im Mountain Resort begegnen wir anderen Menschen mit Neugier, wir arbeiten im Einklang mit den Elementen, wir schauen auf unsere innere und die äußere Natur gleichermaßen“, so die Ideengeberin und Betreiberin von Collis Hill, in dem bereits die ersten Gäste urlauben, abschließend.
Text: E. Hilgartner, Fotos: © Visualisierung aberjung, Martin Lugger





