AlpInfoNet: Neues Netzwerk für nachhaltige Mobilität

Osttirol wurde als eine Pilotregion für den Aufbau eines Informationsnetzwerks für nachhaltige Mobilitätsangebote ausgewählt – Projektvolumen 190.000 Euro.

AlpInfoNet nennt sich das Projekt, bei dem der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (ERDF) den Aufbau eines regionen- und länderübergreifenden Informationsnetzwerkes für nachhaltige Mobilitätsangebote im Alpenraum unter Nutzung bestehender Informationen aus den Tourismus- und Verkehrssystemen fördert. Osttirol wurde als eine Pilotregion ausgewählt. Die Fahrplanauskunftssysteme der ÖBB und der Verkehrsverbünde decken zwar den Linienverkehr im öffentlichen Personenverkehr ab, beinhalten jedoch keine Bedarfsverkehre – wie z.B. Wanderbusse und Hüttentaxis.

AlpInfoNet schließt diese Lücke, indem es Reisende mit solchen Informationen versorgt. Bestehende Informationssysteme aus den Bereichen Tourismus und Verkehr werden verbessert und miteinander verbunden. In Osttirol wird das Informationsnetzwerk in die interaktive Karte maps.osttirol.com eingebaut. Sämtliche touristische Daten (Unterkünfte, Touren, touristische Attraktionspunkte, Restaurants etc.) wurden in einem Datenpool zentral erfasst. Die Osttiroler Daten fließen wiederum in den Geodatenpool der Tirol Werbung, die diesen mit dem Ziel betreibt, alle 34 Verbände auf Landesebene zu integrieren.

Wenn man im Suchfeld „golf defereggen" eingibt erscheint auf der Seite dieses Bild mit dem neuen Golfplatz in St. Veit. Sämtliche Informationen dazu und das Routing können dann zu diesem Ziel abgefragt werden.

Wenn man im Suchfeld „golf defereggen“ eingibt, erscheint auf der Seite dieses Bild mit dem neuen Golfplatz in St. Veit. Sämtliche Informationen dazu und das Routing können dann zu diesem Ziel abgefragt werden.

Mit dem Klick auf den Button Routing wird die Fahrplanauskunft des VVT über eine Lightbox direkt integriert. Diese Fahrplanauskunft stellt dann das intermodale Routing zur Verfügung. Für jede Ressource (Wanderung, Hotel etc.) auf der Karte kann ein Routing angefordert werden. Das System ermittelt die nächste Haltestelle in der Umgebung (z.B. Startpunkt der Wanderung, Standort des Hotels) und bietet automatisch ein Routing zu dieser Haltestelle an.

Über die herkömmlichen Systeme ist es nicht möglich, Auskünfte über verfügbare Mobilitätsangebote am Reiseziel abzufragen. Diese so genannte „letzte Meile“ wurde in das Projekt integriert. So können Angebote – wie Hütten- und Ruftaxis, Wander-, Bäder- und Skibusse aber auch Kutschenfahrten – abgefragt werden. Somit gibt es nun mit maps.osttirol.com ein Auskunftssystem, das Informationen über den öffentlichen Linienverkehr mit regionalen Mobilitätsangeboten und touristischen Informationen auf einen Blick vereint.

Fördermittel in Höhe von 190.000 Euro wurden in Osttirol in das vom Regionsmanagement betreute Projekt investiert. Projektpartner sind unter anderem die Osttirol Werbung, der TVBO, die Vermessungskanzlei Neumayr, General Solutions Steiner, der Nationalpark Hohe Tauern und Thomas Mariacher.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: NPHT/Gruber

27. Juni 2015 um