Nationalpark: Touristisches Marketing und Forschung
Schwerpunkte im nächsten Jahr werden im Nationalpark Hohe Tauern die Besucherlenkung, das touristische Marketing und die Forschung sein.
Das Nationalparkkuratorium unter dem Vorsitz von LH-Stv. Mag. Ingrid Felipe tagte am Mittwoch, 9. Dezember, in Matrei und stellte dabei die Weichen für das Jahr 2016. Einen Schwerpunkt der Budgetierung bilden im nächsten Jahr touristische Projekte, also insbesondere die Erneuerung von Besucherinfrastrukturen, sowie die Etablierung einer Stelle für das touristische Marketing und der Angebotsentwicklung.
Der Tiroler NP-Direktor DI Hermann Stotter betonte, dass man mit der Erneuerung und teilweisen Neukonzeption des Themenweges „Zedlacher Paradies“ und des Wassererlebnisweges in St. Jakob konsequent den Weg der Bereitstellung hochwertiger und zeitgemäßer Besuchereinrichtungen fortführen werde. Ab dem nächsten Jahr wird der Nationalpark Hohe Tauern auch im neuen „Welcome Center“ des Tourismusverbandes Osttirol in Lienz auf rund 50 m² präsent sein.
Vorsitzende Ingrid Felipe bestätigte, dass eine Stelle für touristisches Marketing in den Nationalparkstrukturen angesiedelt werde. „Es ist zu wenig, den Nationalpark nur für Imagebilder zu verwenden. Es müssen Produkte und Angebote entwickelt werden“, so die Landesrätin. Dazu sollen touristische Produkte in Zukunft aus dem Nationalpark heraus entstehen und dann über die bestehenden Kanäle im Netzwerk mit der Osttirol Werbung und dem Tourismusverband vermarktet werden – Angebotsentwicklung und Destinationsmanagement stünden also im Vordergrund.
Ein so genanntes „terrestrisches Langzeit-Monitoring“ soll im gesamten Nationalpark 2016 starten. Dabei dient der Nationalpark mit seinem Hochgebirgscharakter und großen von Menschen unbeeinflussten Arealen der Forschung als Referenzgebiet. Das Langzeit-Monitoring findet auf räumlich eingegrenzten Gebieten statt – im Tiroler Anteil im Umfeld des Schlatenkeeses im Gschlößtal.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: NPHT


