Nationalpark Hohe Tauern: „Virtuell“ die Weichen für die Zukunft gestellt
Bei der 58. Arbeitssitzung des Tiroler NP-Kuratoriums konnte u.a. eine Erhöhung der Fördersätze für „Schutz, Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft“ beschlossen werden.
Aufgrund der aktuellen Covid-Situation tagte das Tiroler Nationalparkkuratorium Hohe Tauern unter Vorsitz von LH-Stv. Ingrid Felipe erstmals „virtuell“ mittels Videokonferenz. Ingrid Felipe, die derzeit auch den Vorsitz über den länderübergreifenden Nationalparkrat führt, zeigte sich über kürzlich im Nationalparkrat beschlossene länderübergreifende Projekte erfreut. „Welch enormen Stellenwert die Region in Bezug auf die biologische Vielfalt einnimmt, zeigt eine Analyse des Hauses der Natur (Salzburg). Die Auswertung von einer halben Million Datensätzen aus der Biodiversitätsdatenbank des Nationalparks bestätigt, dass ein Drittel aller in Österreich bekannten Arten im Nationalparkgebiet vorkommt“, berichtet Felipe.
Die Bedeutung des Nationalparks bestätigt auch die trotz Covid-19 und erschwerten Bedingungen hohe TeilnehmerInnenzahl am „Tag der Artenvielfalt“. Im Juli 2020 haben 70 Expertinnen und Experten das Umbaltal und dessen Seitentäler erforscht und dabei einen wesentlichen Beitrag für die Biodiversitätsforschung geleistet.
„Nächstes Jahr feiern wir 50 Jahre Nationalpark Hohe Tauern“, freut sich Ingrid Felipe mit Blick auf das bevorstehende Jubiläumsjahr. 1971 haben in Heiligenblut die Landeshauptmänner von Kärnten, Salzburg und Tirol im Rahmen der sogenannten „Heiligenbluter Vereinbarung“ den politischen Grundstein für den größten Nationalpark Mitteleuropas gelegt. Aus diesem Anlass wird die Nationalparkregion 2021 auch wieder im Mittelpunkt einer Universum-Produktion und zahlreicher Aktivitäten stehen.
Im Rahmen der Sitzung konnte auch die Erhöhung der Fördersätze für den Bereich „Schutz, Erhaltung und Pflege der Kulturlandschaft“ beschlossen werden, sodass eine zeitgemäße Unterstützung sichergestellt ist.
Text: Redaktion, Foto: Rosner