Nationalpark Hohe Tauern: Langzeit-Monitoring und gemeinsame Projekte

Bei der 31. Sitzung des länderübergreifenden Nationalparkrates wurden unter anderem erste Ergebnisse des 2016 gestarteten Forschungsprojektes „Langzeit-Monitoring“ vorgestellt.

„Das terrestrische Langzeitmonitoring und die über Jahrzehnte gemeinsam aufgebaute Biodiversitätsforschung sind vorbildliche Beispiele für die Stärke eines länderübergreifend agierenden Nationalparks Hohe Tauern. Ich freue mich, dass wir mit solchen Projekten den Empfehlungen des Bundesrechnungshofes zur verstärkten länderübergreifenden Zusammenarbeit bereits folgen können und nicht zuletzt damit Synergien schaffen, sowie die ‚Strahlkraft‘ des Nationalparks als Forschungsraum und die internationale Vernetzung stärken“, betonte der für den Tiroler Anteil des Nationalparks Hohe Tauern zuständige Landesrat René Zumtobel bei der Sitzung des Nationalparkrates am Freitag, 10. November.

Gemeinsam mit Ratsvorsitzender Landesrätin Mag. Sara Schaar (Kärnten), Bundesvertreterin Mag. Valerie Zacherl-Draxler und Landesrat Josef Schwaiger (Salzburg) freute sich der Tiroler Landesrat über den direkten Austausch zu den Entwicklungen und Meilensteinen der drei Nationalparkländer.

Betont wurden mit Naturschutz und Bildungsarbeit die zwei Kernaufgaben des Nationalparks. Die kontinuierliche Entwicklung der Naturzone gemäß den Kriterien der Weltnaturschutzorganisation IUCN übertrifft im Nationalpark Hohe Tauern mit ca. 28.000 Hektar bereits die Vorgabe der IUCN von 75 % Kernzonenanteil. „Die Sicherstellung geht mit einer Vielzahl an Verträgen mit GrundbesitzerInnen und Nutzungsberechtigten einher, denen ich dafür herzlich danke“, so Zumtobel.

Im Bildungsbereich feierte 2023 das Haus des Wassers in St. Jakob sein 20-jährige Bestehen – über 28.000 Kinder und Jugendliche haben die mehrtägigen Umweltbildungsprogramme zu Wasser, Klima und Nachhaltigkeit besucht. Das Haus des Wassers ist nicht nur Kompetenzzentrum für Wasser, sondern auch ein wichtiger Baustein der internationalen Swarovski Wasserschule.

Der Nationalparkrat hat in Mallnitz auch das Budget und die entsprechenden länderübergreifenden Projekte für 2024 beschlossen: Insgesamt werden im Jahr 2024 im Nationalparkrat 15 Projekte in den Bereichen Naturraummanagement, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam durchgeführt. Die finanziellen Mittel werden durch die Länder Kärnten, Salzburg und Tirol sowie den Bund bereitgestellt. Die Finanzen können durch Fördermittel in der Höhe von 320.000 Euro aus Fördertöpfen der EU, der ÖAW (Österreichische Akademie der Wissenschaften) sowie Sponsormittel durch den Verein der Freunde des Nationalparks Hohe Tauern aufgestockt werden.

 

Text: Redaktion, Foto: NPHT/Bugelnig

13. November 2023 um