Nationalpark Hohe Tauern: 100 Teilnehmer diskutieren bei Almwirtschaftstagung
Die Veranstaltung wirft gezielt einen Blick auf die Klimaveränderung, Nutzungsaufgaben, standortangepasste Beweidung und den Einsatz von heimischen Nutztierrassen.
In der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Lienz treffen sich am Freitag, 12. April, Experten, Vertreter der Landwirtschaft und des Naturschutzes, vor allem aber auch Praktiker, um sich gemeinsam über den Wandel in der Almwirtschaft auszutauschen und zu diskutieren. Die Veranstaltung des Nationalparks Hohe Tauern in Kooperation mit der LLA, der Bezirkslandwirtschaftskammer und der ARCHE Austria wirft gezielt einen Blich auf die gegenwärtigen Anforderungen der Almbetreiber. Die Klimaveränderung und Nutzungsaufgaben werden genauso thematisiert, wie standortangepasste Beweidung mittels Weideführung und der wirtschaftlich erfolgreiche Einsatz von heimischen Nutztierrassen.
Neben führenden Experten – wie Karl Buchgraber aus Raumberg-Gumpenstein – werden Praktiker aufzeigen, wie sie ihren oftmals schwierigen Weg erfolgreich umgesetzt haben. Die Erhaltung der Almen ist im gesamten Alpenraum eine Herausforderung. Die Almen im Nationalpark Hohe Tauern sind ein Mosaik unterschiedlichster Lebensräume, die durch eine jahrhundertelange, standortangepasste Nutzung und Pflege entstanden sind. Durch Projekte – wie das „Nationalparkzertifikat für Almen” – soll vor allem die Beispielwirkung für Schutzgebiete im gesamten Alpenraum im Vordergrund stehen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt dieses Projektes ist es, die Almbewirtschafter mit den Ideen einer naturschutzfachlich angepassten, nachhaltigen Almwirtschaft vertraut zu machen. Auch für die Auswirkungen des Klimawandels sollen rechtzeitig Maßnahmen zur Anpassung entwickelt werden. Beispiele sind die Anpassung des Almauftriebs oder gezieltes Flächenmanagement durch Beweidung früher entwickelter Standorte oder der Umgang mit Wetterextremen.
Kurzentschlossene können sich noch unter Tel. 04875/5112 anmelden.
Text: Redaktion, Foto: Osttirol heute