Nächster Meilenstein: Tunneldurchschlag bei Tauernbach-Kraftwerk in Matrei i.O.

Sieben Monate nach dem Start der Vortriebsarbeiten für den 2,3 km langen Druckstollen erfolgte jetzt der Durchschlag. Die Inbetriebnahme des Wasserkraftwerkes mit einer Jahresproduktion von rund 85 GWh ist für 2026 geplant.

„Mit dem Tunneldurchschlag ist eine nächste, wichtige Etappe zur Realisierung des neuen TIWAG-Wasserkraftwerks Tauernbach-Gruben geschafft“, freute sich Vorstandsdirektor Alexander Speckle bei der Feier am Mittwoch, 14. August. „Die Vortriebsarbeiten konnten aufgrund der guten Geologie und noch besserer Mineure mit Tagesspitzenleistungen von bis zu 24,2 Metern vier Monate vor Plan abgeschlossen werden“, ergänzt Projektleiter Klaus Mitteregger.

 

 

Der Druckstollen ist Kernstück des Triebwasserweges mit einer Gesamtlänge von rund 8,4 Kilometern. Das Wasser wird dem Tauernbach im Bereich der Schildalmen entnommen, von dort wird es über den Druckstollen und die Druckrohrleitung bis zum Krafthaus nach Gruben geleitet. Entlang des Triebwasserweges sind auch zwei Querungen der TAL (Transalpine Ölleitung) sowie eine Querung des Tauernbaches vorgesehen. „Hier laufen derzeit die Vorbereitungen. Diese Maßnahmen sind technisch sehr herausfordernd und aufwändig“, so Mitteregger. Die Arbeiten an der Wasserfassung haben bereits begonnen, noch im August starten die Arbeiten am Krafthaus.

 

 

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist für 2026 geplant. Die Jahresproduktion von rund 85 Gigawattstunden entspricht rund 1,4 Prozent des Gesamtstrombedarfs in Tirol bzw. dem Verbrauch von 20.000 Haushalten. Mit dem Wasserkraftwerk in Matrei können bis zu 60.000 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr im Vergleich zur kalorischen Erzeugung eingespart werden.

„Neben dem 1989 fertiggestellten TIWAG-Kraftwerk in Amlach ist Tauernbach-Gruben dann die zweitstärkste Anlage im Bezirk Lienz und vor allem für die sichere Versorgung des Iseltals von zentraler Bedeutung“, betont der Vorstandsdirektor.

 

 

TIWAG unterstützt Renaturierung

Sehr positiv entwickeln sich auch die von TIWAG im Rahmen des Projekts durchgeführten Ausgleichsmaßnahmen, unter anderem am Zunigbach oder die fischpassierbare Anbindung des Bürgerauentwässerungsgrabens im Gemeindegebiet von Matrei. Es wurden auch 3.430 neue Bäume gepflanzt. „Als Landesunternehmen leisten wir damit einen nachhaltigen und wesentlichen Beitrag für den Erhalt bzw. die Entstehung neuer und wertvoller Lebensräume“, so Alexander Speckle.

 

 

 

Text: Redaktion, Fotos: TIWAG/Silvia Steiner

19. August 2024 um