Mein Lieblingsplatz: Die Neue Reichenberger Hütte in der Lasörlinggruppe
Die Alpenvereinshütte liegt auf 2.586 Metern Seehöhe malerisch am Bödensee. Erreichbar ist das Schutzhaus von Prägraten a.G. oder St. Jakob i.D. aus in ca. vier Stunden.
Die Neue Reichenberger Hütte liegt auf einer wunderschönen Hochebene inmitten der Lasörlinggruppe. Von der Bachlenke etwas oberhalb der Hütte aus kann man einen imposanten Blick auf den Großvenediger genießen. Für Wanderer und Bergsteiger, die auf dem Lasörling Höhenweg unterwegs sind oder die Felsriesen im hintersten Defereggen- oder Virgental erklimmen wollen, ist die Neue Reichenberger Hütte der ideale Ort, um eine Rast einzulegen oder zu übernachten. Wenn man den Lasörlingkamm zwischen dem Virgen- und Defereggental überschreitet, liegt das Schutzhaus der ÖAV-Sektion Reichenberg etwa auf halber Strecke.

Bewirtschaftet wird die Neue Reichenberger Hütte seit vielen Jahren von Johann und Christine Feldner. Liebevoll kümmern sich die Hüttenwirtsleute um ihre Gäste und verwöhnen sie mit heimischen Schmankerln. Egal ob man sich für die Variante von Prägraten am Großvenediger aus über die Pebell- und Stürmitzalm durch das Großbachtal oder jene von St. Jakob im Defereggental aus über die Trojeralm entscheidet – für den Aufstieg zur Reichenberger Hütte sollte man mindestens vier Stunden einplanen.
Ein idealer Ort zum Entspannen und die Seele baumeln lassen – der Bödensee präsentiert sich das eine Mal in grüner, das andere Mal wieder in türkiser Farbe.
Und man kann von hier aus wunderschöne Hütten- und Gipfeltouren unternehmen. Über das Dabertal wandert man in ca. 3 Stunden zur Clarahütte im Umbaltal (2.038 m), über die Rote Lenke und die Micheltalscharte gelangt man in rund 4 Stunden zur Lasnitzen Hütte (1.900 m) und in 5 Stunden zur Bergersee Hütte (2.182 m). Etwa sechs Stunden benötigt man für die Tour über das Prägratner Törl zur Lasörlinghütte (2.350 m). Beliebte Gipfeltouren führen auf den Bachlenkenkopf (2.759 m, 0,5 h), auf die Gösleswand (2.912 m, 1 h), auf die Finsterkarspitze (3.028 m, 2 h), auf die Heinzenspitze (2.930 m, 1 h) oder die Reichenberger Spitze (3.030 m, 2,5 h).

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Ingemar Wibmer

