Matrei in Osttirol: Wärmepumpenhersteller iDM bleibt weiter voll auf Wachstumskurs
Der Osttiroler Wärmepumpen-Spezialist blickt auf ein Rekord-Geschäftsjahr zurück. Durch die neue Produktionshalle können künftig 40.000 Wärmepumpen pro Jahr hergestellt werden.
Von einer Steigerung des Umsatzes um 40 Prozent auf 147 Millionen Euro berichtete iDM-Eigentümer Manfred Pletzer mit den beiden Geschäftsführern und im Beisein von Wirtschaftslandesrat Mario Gerber am Donnerstag, 16. Feber, bei einem Medientermin in Matrei. Aufgrund der anhaltend großen Nachfrage wird dort weiter kräftig in den Ausbau investiert. Die Bauarbeiten für eine zusätzliche Produktionshalle laufen auf Hochtouren. iDM nimmt dafür rund 35 Millionen Euro in die Hand. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme ist bis Juli 2023 geplant.
40.000 Wärmepumpen pro Jahr
„Durch die Erweiterung können wir die Produktion am Standort auf zukünftig 40.000 Wärmepumpen pro Jahr steigern“, erklärte der technische Geschäftsführer Christoph Bacher. Die 10.500 m² große Halle 8 wird direkt neben dem zuletzt realisierten Hochregallager errichtet und ist Herzstück der iDM-Wachstumsstrategie. Neben der Kapazitätserweiterung werden neue Produkte in Matrei produziert und viele Prozesse automatisiert. Das Gebäudedach wird vollständig mit Photovoltaikmodulen bestückt und der komplette Standort damit energieautark.
Die Nachfrage nach alternativen Heizsystemen ist ungebrochen. Das spürt man auch bei den Auftragseingängen in Matrei. „Die jüngsten Preisturbulenzen bei Öl und Gas haben dieser Entwicklung einen zusätzlichen Schub gegeben. Davon wollen wir partizipieren“, so der kaufmännische Geschäftsführer Hans-Jörg Hoheisel. Allein in Deutschland – dem wichtigsten Exportmarkt von iDM – sollen ab 2024 mindestens 500.000 Wärmepumpen pro Jahr installiert werden. Bis 2030 könnten es sogar eine Million verbaute Geräte pro Jahr werden, so die Prognose des dortigen Branchenverbandes.
„Unser Anspruch dabei ist, nicht der größte und billigste Anbieter zu werden, sondern die Marktführerschaft bei Qualität und Innovation weiter auszubauen“, betonte Christoph Bacher. „Unsere intelligenten Heizsysteme sparen durch Interaktion mit Gebäude und PV-Anlagen Betriebskosten.“ Am neuen Standort Spittal an der Drau werden die Produktionslinien für die nächste Generation von Großwärmepumpen installiert. In weiterer Folge soll die Serienproduktion hochgefahren werden. „Insgesamt investieren wir in den nächsten zwei Jahren über 55 Mio. Euro in das Wachstum“, berichtete Hans-Jörg Hoheisel.
Erfolgreiche Lehrlingsausbildung
Schon jetzt zählt iDM zu den größten Arbeitgebern in der Region. Hoheisel: „Aktuell zählen wir insgesamt 690 Beschäftigte. Diesen Stand möchten wir um 160 auf 850 MitarbeiterInnen erhöhen. Wir suchen Fachkräfte, Anlernkräfte, Spezialisten und Führungskräfte in allen Bereichen – insgesamt MitarbeiterInnen für 57 verschiedene Jobprofile.“
Sehr erfolgreich läuft bei iDM auch die eigene Lehrlingsausbildung: In den letzten fünf Jahren konnten über 40 junge Burschen und Mädchen ausgebildet und in den Betrieb integriert werden. Das freut auch den zuständigen Wirtschaftslandesrat Mario Gerber: „Die Industrie ist mittlerweile ein wichtiges Standbein des Bezirkes und steht für hohe Wertschöpfung und gut bezahlte Ganzjahresarbeitsplätze. iDM ist hier zweifelsohne ein Aushängeschild, das über die Bezirksgrenzen hinausstrahlt und Osttirol damit zu einem wichtigen Player im Bereich der erneuerbaren Energie und für die Energie- und Klimawende macht.“
Text: Redaktion, Foto: iDM/Berger