Matrei i.O.: Wärmepumpenhersteller iDM trotzt dem Markt und legt weiter zu
Der Absatz konnte 2023 trotz Einbrüchen am europäischen Wärmepumpen-Markt gesteigert werden. Erstmals wurde die Umsatzmarke von 200 Millionen Euro überschritten.
Seit vielen Jahren setzt iDM neue Maßstäbe in der Entwicklung intelligenter Wärmepumpen. Diese kontinuierliche Fokussierung und der daraus resultierende Technologievorsprung haben es dem Unternehmen ermöglicht, trotz der Herausforderungen in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld ein konstantes Wachstum zu verzeichnen.
Nach Jahren mit zweistelligen Zuwachsraten ist der europäische Wärmepumpen-Markt zuletzt eingebrochen. Vor allem im vierten Quartal wurden deutliche Rückgänge verzeichnet. „Das ist die Folge einer unklaren Kommunikation der politischen Entscheidungsträger sowie eine sich permanent ändernde Förderpolitik, welche die Verbraucher verunsichert“, erklärt dazu Geschäftsführer Hans-Jörg Hoheisel. Darüber hinaus drängen große Konzerne auf den europäischen Markt. Trotz dieser Ausgangslage konnte iDM im abgelaufenen Geschäftsjahr in den Kernmärkten Österreich und Deutschland den Marktanteil weiter ausbauen. In Italien und Spanien wurden eigene Vertriebsniederlassungen gegründet.
Der Wärmpumpenhersteller aus Matrei konnte 2023 den Absatz einmal mehr steigern und erstmals die Umsatzmarke von 200 Mio. Euro überspringen. „Wir blicken damit auf das erfolgreichste Geschäftsjahr in der iDM-Geschichte zurück“, so Geschäftsführer Christoph Bacher. Für 2024 ist ein weiterer Umsatzsprung von 30 Prozent eingeplant. „Die dazu nötigen Schritte haben wir gesetzt. Mit unserer intelligenten Wärmepumpe liefern wir das komplette Energiemanagement mit. Die Nachfrage geht immer mehr in Richtung von Gesamtlösungen, und hier spielt iDM als Technologieführer ganz vorne mit.“
Besonders heben die Geschäftsführer den Einsatz natürlicher Kältemittel, die Einbeziehung von stundenaktuellen Stromtarifen, den optimierten Einsatz von PV-Anlagen und die Nutzung der Gebäude als Energiespeicher hervor.
Investitionen in die Zukunft
Der Ausbau des Stammsitzes in Matrei konnte zuletzt planmäßig abgeschlossen werden. Die neue 10.500 m² große Produktionshalle 8 ist vor dem Winter in Betrieb gegangen. Künftig können am Standort bis zu 40.000 Wärmepumpen im Jahr produziert werden. Gemeinsam mit dem neuen Hochregallager wurden zuletzt über 35 Mio. Euro in den Ausbau und die Modernisierung investiert. Der Großteil des Standorts kann künftig mit der erweiterten Photovoltaik-Anlage energieautark betrieben werden.
Planmäßig läuft auch der Ausbau in Spittal an der Drau als neues Produktionszentrum für Großwärmepumpen mit einer Verdopplung der Produktionsfläche bis Ende des Jahres. Damit steigt der Beschäftigtenstand der iDM-Gruppe auf über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Noch heuer erfolgt auch der Startschuss für ein weiteres Werk in Deutschland.
Für die iDM-Geschäftsführung steht jedenfalls fest: „Die Wärmepumpe ist ein wichtiger Träger der europäischen Energiewende. Um unseren Erfolgskurs beizubehalten, werden wir weiterhin in Forschung und Entwicklung investieren und unsere Produkte stets an die Bedürfnisse unserer Kunden und die Anforderungen des Marktes anpassen. Aufgrund der derzeit hohen Förderungen von bis zu 75 Prozent macht ein sofortiger Umstieg jedenfalls Sinn. Ein weiteres Zuwarten kostet nur Geld.“
Text: Redaktion, Foto: iDM/GSALLER Media