Matrei i.O.: Wärmepumpen-Hersteller iDM errichtet Hochgarage mit 530 Parkplätzen

Auch eine neue Produktionshalle wird gebaut. Investiert werden insgesamt 35 Millionen Euro. Mitarbeiterstand soll in den nächsten zwei bis drei Jahren auf 850 aufgestockt werden.

Zum Spatenstich für das neue Parkhaus lud die Firma iDM am Dienstag, 28. März. Auch Wirtschaftslandesrat Anton Mattle war anwesend. „Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist ungebrochen. Im Vorjahr konnten wir den Absatz um 45 Prozent steigern. Heuer wollen wir 20.000 Wärmepumpen produzieren, und mit dem weiteren Ausbau der Produktionsflächen werden wir in Zukunft jährlich 32.000 Stück fertigen“, berichtete Geschäftsführer Christoph Bacher einleitend. Kürzlich ist das neue Logistikzentrum mit Hochregallager in Betrieb gegangen. Nun erfolgte der Spatenstich für das neue Parkhaus.

 

Geschäftsführer Christoph Bacher: „Derzeit beschäftigen wir 600 Mitarbeiter*innen. In den nächsten zwei bis drei Jahren wollen wir auf 850 Beschäftigte aufstocken. Dazu brauchen wir weitere Parkmöglichkeiten. Das Parkhaus soll im September 2022 fertiggestellt sein.“

 

Zwischen dem Werk und dem Grundstück, auf dem das Parkhaus errichtet wird, verläuft die Felbertauernstraße B 108. Die Hochgarage wird sieben Stockwerke umfassen. „Wir errichten mit dieser Hochgarage 530 Stellplätze. Weil wir wie beim Hochregallager möglichst wenig Grund verbrauchen wollten, bauen wir auch das Parkhaus bewusst in die Höhe. Verbaut werden 1.500 Quadratmeter Fläche. Die Alternative wäre gewesen, 20.000 m² im Talboden zu verbrauchen. Die verparkte Fläche wird so um rund 18.500 m² reduziert. So können wir im Sinne der Nachhaltigkeit landwirtschaftliche Flächen erhalten. Auch eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer sowie eine Anbindung an den Radweg sind geplant“, erklärte iDM-Eigentümer Manfred Pletzer.

 

Die neue Hochgarage ist sieben Stockwerke hoch und umfasst 530 Stellplätze.

 

Parallel laufen die Vorbereitungen für eine weitere Produktionsstraße. Direkt im Anschluss an das neue Hochregallager soll auf einem kürzlich erworbenen Grundstück die neue Halle 8 errichtet werden. Sie wird mit 8.000 m² Fläche die größte iDM-Halle in Matrei werden und auch 2.500 Quadratmeter Bürofläche beinhalten. Der Baubeginn wird noch heuer erfolgen. Die Fertigstellung ist bis Mitte 2023 geplant. „Selbstverständlich ist für uns als Wärmepumpen-Hersteller, dass wir auf erneuerbare Energien setzen. Wir sind bereits jetzt zu 80 Prozent energieautark. Auch die Dächer der neuen Gebäude werden mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Damit werden wir im Endausbau über 1 MWpeak grünen Strom erzeugen, und der Standort wird dann zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie versorgt“, so Pletzer.

 

iDM-Eigentümer Manfred Pletzer: „Im Jahr 1997 haben wir hier am Standort Matrei mit 17 Mitarbeitern begonnen. In 25 Jahren haben wir eine sehr dynamische Entwicklung hinter uns. Die Wärmepumpen-Technologie hat großes Potenzial. Der Klimawandel, die Energiekrise und der erforderliche Ausstieg aus Öl und Gas sind dabei wichtige Aspekte. Allein in Deutschland müssen in den nächsten Jahren 13 Millionen Heizanlagen umgestellt werden, in Österreich werden 50.000 Wärmepumpen benötigt. Wir werden in Zukunft 32.000 Wärmepumpen jährlich liefern. Dazu investieren wir hier in Matrei noch einmal 35 Millionen Euro.“

 

Auch Wirtschaftslandesrat Anton Mattle zeigte sich erfreut über die Entwicklung des Wärmepumpen-Herstellers in Matrei und über die weiteren Investitionen. „In Tirol gibt es derzeit noch rund 118.000 Öl- und Gasheizungen Bis 2050 wollen wir uns von fossilen Energieträgern komplett verabschieden. Die Wärmepumpe ist hier eine klimafreundliche Alternative, und die Wertschöpfung bleibt zu 100 Prozent im Land“, so Mattle.

 

LR Anton Mattle: „Gerade der Bezirk Lienz mit 300 Sonnentagen ist prädestiniert für erneuerbare Energieträger und kann insbesondere auch mit Photovoltaik punkten. Dass iDM gerade hier in der Region mit ihren vielen Auspendlern eine so positive Entwicklung genommen hat und weiter investiert, ist höchst erfreulich. So hatte Osttirol auch im Jänner mit 5,9 Prozent ein relativ niedriges Maß an Arbeitslosigkeit.“

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger, Visualisierung: iDM

29. März 2022 um