Matrei i.O.: Transalpine Ölleitung schließt Tankrevision in Kienburg erfolgreich ab

Spezialisten machten den 10.000 m³ fassenden Entlastungstank fit für die Zukunft. Positiv entwickelt sich auch das Rohölkraftwerk Taimeralm im Pinzgau.

Während der Coronavirus-Pandemie konnte die TAL ein Großprojekt in Osttirol abschließen. In nur 8,5 Wochen machten Spezialisten den 10.000 Kubikmeter fassenden Entlastungstank in Kienburg fit für die Zukunft. Entlastungstanks sind für den sicheren Betrieb wichtig. Sie können einen Überdruck im Leitungssystem ausgleichen. Außerdem ist es möglich, einzelne Abschnitte der Leitung mit Hilfe dieser Tanks zu entleeren. Um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit der Entlastungstanks zu garantieren, müssen sie regelmäßig überprüft werden. Der Start der internen Revision war für Mitte März 2020 vorgesehen. Der Ausbruch der Corona-Pandemie machte aber einen vorübergehenden Stopp aller Aktivitäten vor Ort notwendig. Eine weitere Herausforderung waren die niedrigen Temperaturen und die starken Schneefälle zu Beginn der Revision.

„Ein zügiges Fortschreiten der Tankrevision war wichtig, um die volle Lieferfähigkeit der Transalpinen Ölleitung rasch wiederherzustellen. Darüber hinaus ist die TAL von den Behörden als kritische Infrastruktur deklariert, die einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung der österreichischen und internationalen Wirtschaft leistet“, betont General Manager Alessio Lilli.

 

Das weltweit erste Rohöl-Laufkraftwerk befindet sich im Bereich Taimeralm auf der Salzburger Seite des Felbertauern. Foto: Martin Lugger

 

Zwei Jahre Rohöl-Laufkraftwerk Taimeralm

Positiv entwickelt sich das Rohöl-Laufkraftwerk auf der Taimeralm im Pinzgau. Die erste und einzige Anlage der Welt, in der aus Rohöl CO2-frei Energie produziert wird, ist seit zwei Jahren in Betrieb. Seit dem Start wurden 27 GWh Strom hergestellt und in das Netz der Salzburg AG eingespeist. Die erzeugte Energiemenge entspricht rund 12 % des derzeitigen Energieverbrauchs der TAL in Österreich und könnte 3.000 Haushalte versorgen.

 

Die TAL-Gruppe

Die internationale TAL-Gruppe besteht aus drei Ländergesellschaften in Deutschland, Österreich und Italien. Die 753 Kilometer lange Leitung deckt 100 % des Rohölbedarfs von Bayern und Baden-Württemberg ab, den von Österreich zu 90 % und den der Tschechischen Republik zu 50 %.

Die Österreich-Zentrale der TAL befindet sich in Kienburg (Matrei in Osttirol). Die alpenüberquerende Ölleitung erreicht am Felbertauern auf ca. 1.600 Metern Seehöhe ihren höchsten Punkt. Im Gemeindegebiet von Matrei betreibt die TAL die Pumpstationen Kienburg und Gruben. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 232 Mitarbeiter, davon 25 in Österreich.

2019 flossen 41,2 Millionen Tonnen Rohöl von Triest Richtung Norden. Die TAL versorgte die acht angeschlossenen Raffinerien auch während des Covid-19-Lockdowns sicher und zuverlässig

 

Text: Redaktion, Fotos: TAL, Martin Lugger

12. August 2020 um