Matrei i.O.: Innovative Kreativschmiede für technische Entwicklungen
Die Vision, Bestehendes zu optimieren und neue Lösungen für morgen zu entwickeln – das ist der Kern der Firmenphilosophie der Makkon GmbH mit Sitz im Matreier Ortsteil Seblas.
2001 wurde das Unternehmen gegründet und 2011 in eine GmbH umgewandelt. Zuletzt wurde das Firmengebäude um einen großzügigen Anbau erweitert. Die Investition in die neue Halle bezeichnet Inhaber und Geschäftsführer Ing. Markus Köll als die notwendige Grundlage für den weiteren Ausbau der innovativen Geschäftsfelder. „Wir sichern so erstmals am eigenen Standort den Raum für Entwicklungstätigkeiten an unseren komplexen Maschinen und Anlagen sowie verbesserte Bedingungen für die Montage. Ebenso haben wir damit optimale Vorführmöglichkeiten für unsere Kunden geschaffen.“

Auch in Zeiten der Pandemie mit Reisebeschränkungen lässt sich die innovative Mannschaft der Makkon GmbH nicht von ihrem Kurs abbringen. Bei einem laufenden, komplexen Auftrag für die USA wurde, anstelle der normalerweise vor Ort stattfindenden Werksabnahme, kurzerhand die neue Halle zu einem Fernsehstudio umfunktioniert und der Testlauf mit den live zugeschalteten Auftraggebern in den USA mittels dreier, unterschiedlich
positionierter Videokameras durchgeführt.
Makkon-Geschäftsführer Ing. Markus Köll
Das Leistungsspektrum der Makkon GmbH umfasst drei große Bereiche: das Entwickeln von produktionstechnischen, automatisierten Gesamtkonzepten mit optimierten Steuerungs- und Prozessabläufen, die Entwicklung und Herstellung von Sondermaschinen (Werkzeugwechselsysteme für die Stahlindustrie, schnelle Manipulations- und Lagersysteme für die Holzindustrie, automatisierte Prüfanlagen …) sowie die Entwicklung, Herstellung und Montage von elektronisch gesteuerten Handhabungsgeräten.
In Kooperation mit QATM aus Salzburg entwickelte und stellte man eine Härteprüfmaschine für die Ellwood City Forge Group aus Pennsylvania/USA her.
Die Kunden der Makkon GmbH kommen aus aller Welt, von China bis USA, von Brasilien bis Indien, aus vielen europäischen Ländern und natürlich auch aus Österreich. Eine enge Zusammenarbeit pflegt man mit der Firma QATM aus Salzburg, für die man seit 2015 Sondermaschinen konstruiert, herstellt und montiert. Ein aktuelles Beispiel der Kooperation ist eine Härteprüfmaschine für die Ellwood City Forge Group aus Pennsylvania/USA. „Als Zulieferer für die Ölindustrie war dieses Unternehmen mit tausenden Mitarbeitern weltweit auf der Suche nach einer automatisierten Lösung für die äußerst personalintensive und schwierige Prüf- und Testarbeit an bis zu acht Tonnen schweren Stahlblöcken – und wir als knapp 20-Kopf-Betrieb aus Osttirol konnten ihnen diese liefern“, freut sich der Makkon-Geschäftsführer über den Erfolg.
„Unsere Firma lebt hauptsächlich von Ideen, sowohl im Einzelprodukt als auch im Gesamtkonzept. Wir denken über die Anfrage hinaus, unser Leitspruch ist ,thinking beyond‘. Wir setzen dafür all unser Wissen, unsere Erfahrung und unseren Hausverstand ein und kommen so zu Lösungen, die einen echten Mehrwert für unsere Kunden gewährleisten.“ Dies gilt, um ein weiteres Beispiel aus dem Makkon-Portfolio zu nennen, auch für die Werkzeugwechselsysteme, die man als Partner von großen Pressenherstellern, wie der SMS Group oder der Firma Siempelkamp, realisiert. Ing. Markus Köll: „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir u.a. auch die bisher stärkste Spindelpresse der Welt, die extrem beanspruchte Titan-Bauteile wie die Landebeine des Airbus A 380 herstellt, mit Makkon-Werkzeugwechselsystemen ausrüsten konnten.“

Aktuell konzentrieren sich der Makkon-Firmenchef und sein Team auf durchschnittlich zwei bis drei große Projekte pro Jahr und bearbeiten ein Auftragsvolumen von über drei Millionen Euro im Jahr. „Die Nachfrage ist jedoch wesentlich höher, weshalb wir für unsere spannenden Aufgaben auf der Suche nach technisch interessierten Personen sind, die bei uns mitarbeiten möchten. Es können dies ausgebildete Monteure, Mechatroniker und Elektronikspezialisten ebenso sein wie junge Menschen, die an einer fundierten Ausbildung interessiert sind. Letzteres gilt auch für Maturanten aus HAK, BG/BRG oder BORG, die, mit verkürzter Lehrzeit, in einen technischen Beruf einsteigen möchten. Aktuell schließt eine junge Osttirolerin mit Gymnasiummatura ihre verkürzte, zweijährige Mechatroniker-Lehre bei uns ab. Ich hoffe auf zahlreiche Bewerbungen.“
Text: Elisabeth Hilgartner, Fotos: Martin Lugger


