Lienzer Bergbahnen: „Wir gehen verhalten optimistisch in den Winter!“

Durch Schneehöhenmessungen in den Pistengeräten und zeitweise Drosselung der Fahrgeschwindigkeit bei den Liften will man auf die Kostensteigerungen reagieren und einsparen.

Zu einem Medientermin betreffend Rückblick auf die Sommersaison und Ausblick auf den Winter luden Vorstand Mario Tölderer und Aufsichtsrats-Vorsitzender Franz Theurl von der Lienzer Bergbahnen AG am Montag, 17. Oktober. „Mit rund 100.000 Erstzutritten kommen wir in der noch bis 23. Oktober laufenden Sommersaison bei den Frequenzen am Zettersfeld und am Hochstein annähernd an das Niveau wie vor der Coronakrise heran. Bei unserer ´Cash Cow´Osttirodler stehen wir kurz vor dem 1 Millionsten Besucher. Unser Konzept, die Berge mit Familienpark am Zettersfeld, Adventure Golf, Bikepark, Waldspielplatz und vielem mehr auch im Sommer verstärkt zu bespielen, geht also auf”, so der Vorstand einleitend.

Mit der neuen Ganzjahres-Marketingkampagne „Dein Bergerlebnis” und einer neuen Karte wollen die Bergbahnen-Verantwortlichen die Frequenzen – vor allem auch im Sommer – noch weiter steigen. „Wir schenken dazu allen Käuferinnen und Käufern einer Wintersaisonkarte die Sommercard dazu. Wir wollen trotz Preissteigerungen bei Strom, Treibstoff und Material, dass das Skifahren und das Bergerlebnis in Lienz leistbar bleiben. Die Ticketpreise werden wir deshalb nur durchschnittlich um 6 Prozent anheben. Eine Tageskarte kostet somit im kommenden Winter 55 Euro. Für Kinder im Alter von 6 bis 18 Jahren kostet die Karte die Hälfte”, so Tölderer.

 

Vorstand Mario Tölderer: „Die gestiegenen Kosten bei Treibstoff, Energie und Material stellen uns natürlich vor große Herausforderungen. Das größte Einsparungspotenzial sehe ich in einer effektiven Beschneiung und Pistenpräparierung. Wenn es möglich ist, wollen wir bei gewissen Liften und zu bestimmten Zeiten auch die Fahrgeschwindigkeit drosseln. Natürlich ist das nur möglich, wenn die Frequenzen nicht so hoch sind. Bei viel Betrieb und in den Stoßzeiten werden wir die Bahnen natürlich in der gewohnten Geschwindigkeit laufen lassen.”

 

Die Saisonkarte kostet ab der kommenden Wintersaison 495 Euro für Erwachsene. „Diese Karte gilt dann also bis 31. Oktober nächsten Jahres. Wer bis 15. November eine Saisonkarte kauft, erhält eine Ermäßigung von 15 %, zahlt also 423 Euro”, informierte der Vorstand. Als besondere Herausforderungen in der Vorbereitung auf die kommende Wintersaison nannten Tölderer und Theurl vor allem auch die Energiekrise, die hohe Inflation und die damit verbundenen Kostensteigerungen. „Andere Skigebiete heben die Kartenpreise um bis zu 14 Prozent an. In Lienz werden die Ticketpreise um 6 % steigen. Wir wollen, dass die Karten auch für Familien mit Kindern leistbar bleiben”, so Tölderer.

Das größte Einsparungspotenzial ergäbe sich laut Meinung des Vorstandes vor allem bei der Beschneiung. „Unsere Pistengeräte sind mit einer automatischen Schneehöhenmessung ausgestattet. Dadurch können wir die Beschneiung und Präparierung effektiver gestalten und vor allem Treibstoff und Wasser sparen. Bei den Stromkosten ergeben sich derzeit für die Lienzer Bergbahnen übrigens aufgrund des Vertrages mit dem Energielieferanten noch keine Probleme”, so Tölderer.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: TVB Osttirol/Armin Zlöbl, Osttirol heute/Mühlburger

17. Oktober 2022 um