Lienzer Bergbahnen: Sektion 3 am Hochstein bleibt im Winter 2023/24 geschlossen
Der Tagespass wird im kommenden Winter 62 Euro für Erwachsene kosten. Für die Ganzjahreskarte verlangen die Lienzer Bergbahnen im Vorverkauf 499 Euro.
Im Anschluss an die Eigentümerversammlung der Lienzer Bergbahnen AG blickten Aufsichtsrats-Vorsitzender Franz Theurl und Vorstand Mario Tölder auf den Sommer zurück und gaben einen Ausblick auf die kommende Wintersaison.
„Mit der vergangenen Sommersaison sind wir äußerst zufrieden. Der 1-Millionste Osttirodler-Gast konnte begrüßt werden. Die Zuwächse im Bereich Biker am Hochstein waren beträchtlich. So wurden dort rund 10.000 Fahrten durch Biker gezählt, und der Anteil an Gästen von außerhalb des Bezirkes überwiegt hier deutlich. Auch im Familienpark Zettersfeld konnten wir Frequenzsteigerungen verzeichnen, und besonders freut uns, dass die Lienzer Bergbahnen zu Österreichs besten Sommerbergbahnen gewählt wurden“, zog der Vorstand ein positives Resümee.
Am Zettersfeld werden die Seilbahnen im Winter 2023/24 voraussichtlich vom 8. Dezember bis 1. April in Betrieb sein, am Hochstein vom 15. Dezember bis 17. März. Die Tageskarte wird für Erwachsene 62 Euro und für Kinder 31 Euro kosten. Die Saisonkarte (Ganzjahreskarte) ist im Vorverkauf (2. November bis 17. Dezember) für 499 Euro erhältlich, die Outdoorkarte (Tourengeher, Schneeschuhwanderer) kostet 239 Euro.
„Die Preiserhöhung müssen wir so vornehmen, weil die Kostensteigerungen enorm sind. Bei den Personalkosten ist der KV um 10,2 Prozent gestiegen, der Treibstoff ist um mehr als 100 % teurer geworden, und ein Pistengerät kostet in der Neuanschaffung rund 100.000 Euro mehr als noch vor der Teuerungswelle. In manchen Skigebieten – zum Beispiel in Salzburg – zahlt man im kommenden Winter 80 Euro und mehr für den Tagespass“, so Tölderer.
Den Fokus richten die Lienzer Bergbahnen auch im kommenden Winter auf Familien und Kinder. „Wir haben in diesem Bereich viel investiert, sowohl in die Kids Arena am Hochstein, als auch in die Fun & Race Area am Zettersfeld. Durch die Grundzukäufe und zahlreiche Infrastruktur-Verbesserungen konnte vor allem auch der Hochstein immens attraktiviert werden“, informierte Theurl.
Mario Tölderer berichtete von einer Veranstaltungsreihe über den gesamten Winter unter Einbindung der Gastronomiebetriebe und Hüttenwirte. „Es wird wieder Gästeskirennen geben. Wie am Zettersfeld schon üblich, werden wir auch am Hochstein mindestens zwei Skitouren-Abende pro Woche anbieten, an denen die Pistenpräparierung später in der Nacht startet. In die Verstärkung der Beschneiung investieren wir insgesamt 3 Mio. Euro. Die Beschneiung der Familienabfahrt am Zettersfeld ist gänzlich abgeschlossen. Insgesamt verfügen wir nun in beiden Skigebieten über 20 Propellermaschinen und 40 Lanzen“, so der Vorstand.
Nicht präpariert wird im kommenden Winter die Sektion 3 am Hochstein – das ist der oberste Bereich bis zur Hochsteinhütte. Es wird also in diesem Abschnitt im kommenden Winter keinen Skibetrieb geben. „Im Bereich der Sektion 3 sind wir an den Naturschnee gebunden. Es hat in den vergangenen Wintern immer wieder Unsicherheiten und auch über die Medien und Social Media geführte Diskussionen gegeben. Man muss hier weiterdenken, und ich bin der Meinung, dass die Eigentümer mit dieser Entscheidung ein starkes Zeichen gesetzt haben“, betonte Mario Tölderer.
Die Alternative sei, auch am Hochstein verstärkt auf Skitourengeher zu setzen. „Wir haben sowohl eine Pistentourenregelung, als auch eine Skitourenlenkung für das freie Gelände ausgearbeitet. Der Hochstein wird so neu ausgerichtet. Wir wollen uns bei der Beschneiung und Präparierung künftig professionell auf die unteren zwei Sektionen konzentrieren. Die Sektion 3 mit der Hochsteinhütte bietet beste Voraussetzungen für die Skitourengeher“, so Tölderer.
„Im Bereich Skitouren sehen wir schon seit Jahren großes Potenzial, und das große Interesse am Skitourengehen in unseren Lienzer Skigebieten bestätigt uns. Auch das Skitourenfestival wird im kommenden Winter wieder in ganz Osttirol stattfinden“, so Franz Theurl abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/Mühlburger