Lienz: Hunderte Baustellenbesucher gingen der Isel auf den Grund
Enorm war der Andrang beim Tag der offenen Baustellentür im Grabungsbereich der Hochwasserschutzmaßnahmen der Isel in Lienz. Mittels Stationsbetrieb wurden die Besucher über den aktuellen Stand sowie die künftigen Arbeiten informiert.
Wo sich sonst Fische, Vögel und Fliegenlarven und in den letzten beiden Jahren auch jede Menge Baumaschinen tummeln, wimmelte es am Freitag, 31. Jänner, im Bachbett der Isel, beim Tag der offenen Baustellentür, von Besucherinnen und Besuchern. „Der Andrang ist enorm, was untermauert, dass die Isel als Lebensader des Bezirks auch als emotionales Bindeglied zwischen Menschen und Natur betrachtet wird“, freute sich die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, die als Bauherrin des Hochwasserschutzprojektes inmitten der Stadt fungiert.
Baubezirksamtsleiter Johannes Nemmert gab unter anderem Auskunft darüber, welche Materialien bei den Bauarbeiten verwendet werden.
Das Projekt ist ambitioniert und zählt mit einer veranschlagten Bauzeit von drei Jahren und einem Gesamtbudget von 14 Millionen Euro zu den größten Hochwasserschutzprojekten Tirols. Auch für Lienz ist das Bauprojekt eines der größten Bauvorhaben der letzten Jahrzehnte. Das Flussbett der Isel wird auf einer Länge von einem Kilometer um bis zu 2,5 Meter tiefer gelegt. „Dadurch steigt sowohl gegenwärtig die Sicherheit der Bevölkerung als auch die Sicherheit vieler nachfolgender Generationen“, so Blanik.
Seit Jahrzehnten prägt Walter Hopfgartner das Gesicht der Gewässer im Bezirk. Er informierte über die wechselvolle Geschichte der Isel.
Die Experten führten am Vormittag rund 300 Schülerinnen und Schüler durch das Bachbett der Isel, ehe ab 13.00 Uhr die Öffentlichkeit die Bauarbeiten aus nächster Nähe inspizieren konnte.
Brigitte Eckle vom Haus des Wassers (Nationalpark Hohe Tauern) zeigte auf, dass in der Isel nicht nur Fische beheimatet sind.
Anschaulich gaben die Fachleute der Stadtgemeinde, des Baubezirksamtes, der Firma Revital und des Nationalparks Hohe Tauern im Stationsbetrieb Einblicke in den aktuellen Stand der Arbeiten, in die Geschichte und Notwendigkeit der gesetzten Maßnahmen sowie in die Wasserökologie des Gletscherflusses.
Chiara Fioretta von der Firma Revital wusste viel über die Artenvielfalt in und um die Isel zu erzählen.
Text: Redaktion, Fotos: Stadt Lienz/Brunner Images


