Lienz: Bestand der INNOS GmbH für die nächsten drei Jahre gesichert

Das Basisbudget in Höhe von jährlich 340.000 Euro ist bis 2025 gesichert. Neben Innovation stehen Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus.

Die „INNOS – Gesellschaft für Innovation und nachhaltige Entwicklung“ wurde im Jahr 2016 gegründet. Das Land Tirol ist mit 35 Prozent der größte Gesellschafter, gefolgt von der Osttiroler Investment Gesellschaft (OIG) mit 14 % und der Wirtschaftskammer (10 %). Den Rest der Anteile halten Unternehmen und Banken. Da mit Ende Juni 2023 die Periode ausläuft, wurde am Donnerstag, 20. April, eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, der auch Wirtschaftslandesrat Mario Gerber beiwohnte.

Als neuer Geschäftsführer der INNOS fungiert der ehemalige Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter Reinhard Lobenwein, als Beiratsvorsitzender der Wirtschaftsprofessor René Schmidpeter, welcher der Versammlung und der anschließenden Pressekonferenz per Video aus der Schweiz zugeschaltet war. „Wir haben auch intensiv an einer Neuausrichtung bzw. Zukunftsstrategie für die nächsten drei Jahre gearbeitet. Die INNOS GmbH wird sich klar auf die Transformation der Region entlang neuer Chancen und Möglichkeiten durch Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit fokussieren. Das Basisbudget von jährlich 340.000 Euro ist bis 2025 gesichert“, berichtete Lobenwein.

Wirtschaftslandesrat Mario Gerber sagte die umfassende Unterstützung des Landes Tirol zu: „Ich bin beeindruckt von diesem Feuerwerk an Ideen und kann der Neuausrichtung und Strategie für die nächsten drei Jahre unser breites Commitment zusichern. Die INNOS kann mit zukunftsweisenden Projekten in Wirtschaft und Gesellschaft Modellcharakter für ganz Tirol haben.“

 

LR Mario Gerber: „Osttirol war zum Beispiel auch Vorreiter in Sachen Breitbandausbau. Die Stärkung des Tourismus ist für mich im ländlichen Raum und vor allem auch in den Tälern Osttirols alternativlos. Ich spreche mich deswegen z.B. auch klar für die Skischaukel Sillian-Sexten aus. Es geht uns in Tirol um eine behutsame und clevere Weiterentwicklung des Tourismus.“

 

Reinhard Lobenwein erklärte, dass sich die Aktivitäten der INNOS in Zukunft in so genannte Basisleistungen, Zusatzprojekte und von der Gesellschaft für Dritte erbrachte Leistungen untergliedern. „Dazu gehört die Förderberatung genauso wie die Unterstützung von GründerInnen, aber auch die Beratung in Sachen Digitalisierung und Innovation. Darüber hinaus wird die INNOS spezifische Projekte, die im Interesse der Region sind, unterstützen, als Leadpartner initiieren bzw. als Partner mitwirken“, so der Geschäftsführer.

Während die INNOS GmbH bei LEADER-Projekten wie „Innovation & Karriere” oder dem „GründerInnen HUB” als Projektträger fungiert, stellt sie beim MINT-Festival des Vereins BIBLIOS (Stadtbücherei Lienz) 2023 und 2024 Know-how im Projektmanagement zur Verfügung. „An den so wichtigen Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sehe ich für die INNOS gute Voraussetzungen, Osttirol gemeinsam mit kompetenten Partner voranzubringen“, betonte Michaela Hysek-Unterweger, Bezirksobfrau der Wirtschaftskammer.

„Die Gegenwart von der Zukunft her denken“, stellte Beiratsvorsitzender René Schmidpeter in das Zentrum seiner Betrachtungen. „Wir sollten uns gemeinsam überlegen, wie wir in den nächsten Jahrzehnten hier in Osttirol leben wollen und was wir bereits heute dafür tun müssen. Statt den Bezirk über seine vermeintliche ,Randlage‘ zu definieren, braucht es einen Perspektivenwechsel, der Osttirol ins Zentrum des Südalpenraumes rückt.“

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

21. April 2023 um