Lienz: Laura und Bastian lernen die Kunst des Bierbrauens
In der Gösser Brauerei Falkenstein in Lienz absolvieren derzeit Laura Longo (16) und Bastian Stolz (25) ihre Ausbildung zur/zum „Brau- und GetränketechnikerIn“.
Die Gösser Brauerei Falkenstein hat in ihrer über 100-jährigen Geschichte bewiesen, dass sie Österreichs bestes Bier brauen kann. Mit 62.000 hl selbst erzeugtem Bier und 13.000 hl Handelsware ist der Betrieb der größte Getränkelieferant der Region. Darüber hinaus bietet man 35 MitarbeiterInnen einen sicheren und attraktiven Arbeitsplatz und beweist auch höchste Kompetenz in der seit vielen Jahren konsequent umgesetzten Lehrlingsausbildung. Seit 2017 ist die Gösser Brauerei Falkenstein Ausbildungsplatz für Laura Longo aus Lienz und Bastian Stolz aus St. Jakob i.D. Die Berufsschule besuchen die beiden Osttiroler Jugendlichen im Österreichischen Getränkeinstitut in Wien.
Von der Pike auf lernen
Den Ausbildungsweg seiner „Schützlinge“ erläutert Harald Green, Betriebsleiter und Braumeister der Gösser Brauerei Falkenstein. „Unsere Lehrlinge begleiten das Produkt von der Malz- und Würzeherstellung bis hin zur Abfüllung der Flaschen. Wir haben dafür hier in Lienz die ideale Betriebsgröße, die gewährleistet, dass die Auszubildenden überall dabei sein und die Herstellung des Bieres von der Pike auf lernen können.“ Lehrlinge werden in der Brauerei je nach Bedarf aufgenommen. „Wir handhaben dies so, dass wir die jungen Menschen, die wir ausbilden, normalerweise auch im Betrieb behalten. Gute Facharbeiter sind enorm wichtig für den Erfolg eines Unternehmens“, so Harald Green weiter. Mit Laura und Bastian zeigt er sich sehr zufrieden: „Wir haben mit den beiden die richtige Wahl getroffen. Sie lernen schnell, sind motiviert bei der Arbeit.“
Vielfältiger Beruf
Wie sehr ihnen ihre Ausbildung – sowohl in der Praxis als auch in der Theorie – gefällt, betonen Laura und Bastian unisono. Laura ist, wie sie erzählt, „durch Zufall“ auf die Lehrstelle in der Lienzer Brauerei gestoßen. „Technische Berufe haben mich immer schon interessiert. Nach dem Schnuppern war für mich rasch klar, dass ich diesen Weg einschlagen möchte“, sagt sie. „Im Betrieb wurde ich von Beginn an von allen gut aufgenommen. Bei körperlich besonders herausfordernden Aufgaben kann ich mich auf die Unterstützung der Kollegen verlassen.“ Am meisten gefällt der Lienzerin die Vielfältigkeit des Berufes: „Ob in der Qualitätskontrolle, im Sudhaus, im Gärkeller, in der Filtration oder in der Abfüllung – man lernt hier so viel Verschiedenes und beschäftigt sich nicht nur mit den Rohstoffen, sondern auch mit Chemie und Mechanik.“
Ähnliches berichtet auch Bastian, der es als großen Vorteil ansieht, dass man „…hier jeden Tag Neues lernt und Neues zu tun hat.“ Der junge Deferegger kann in Hinsicht auf seinen zukünftigen Beruf auf eine „kleine Familientradition“ verweisen. „Mein Opa hat mir früher viel von der Gösser Brauerei in Leoben erzählt. Er war dort mehr als 30 Jahre lang Bierführer und hat die Wirtshäuser mit der Pferdekutsche beliefert. Nachdem auch mein Onkel im Brauereiwesen tätig war, habe ich überlegt, diesen Weg einzuschlagen. Es beeindruckt mich heute noch jeder einzelne Prozess bei der Entstehung des Bieres. Gerade jetzt, wo durch die duale Ausbildung auch das theoretische Verständnis hinzugekommen ist, wird es für mich noch viel interessanter. Zu wissen, dass auch ich dazu beitragen kann, dass ein Produkt gelingt, erfüllt mich mit Stolz. Besonders schön finde ich auch, dass man in der Brauerei Falkenstein die Möglichkeit bekommt, bei allen Produktionsschritten mitzuwirken. Dies macht den Job für mich so einzigartig!“
Text: Wirtschaftsredaktion, Fotos: Brauunion, Martin Lugger




