Land Tirol beschloss Mittel für sozialökonomische Betriebe und Projekte

Im Bezirk Lienz werden auch im Jahr 2023 wieder die Vereine OSPA (Tischlerei „Schindel und Holz“) sowie SOFA (Gwandolina) gefördert.

Die Tiroler Landesregierung beschloss am Dienstag, 10. Jänner, die Jahresförderungen für sozialökonomische Betriebe und gemeinnützige Beschäftigungsprojekte in Höhe von über 1,6 Millionen Euro. Die Finanzmittel werden für Wiedereingliederungsmaßnahmen langzeitarbeitsloser und arbeitsmarktferner Personen eingesetzt, um den oft schwierigen Wiedereinstieg in eine dauerhafte berufliche Tätigkeit zu ermöglichen. Derzeit sind in gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten und sozialökonomischen Betrieben knapp 300 Transitarbeitskräfte tätig.

„Die Evaluierung der gemeinnützigen Beschäftigungsprojekte und sozialökonomischen Betriebe zeigt, dass die Transitbeschäftigung, die dort angeboten wird, nicht nur die Anbindung an den Arbeitsmarkt nachhaltig stärkt, sondern auch in den Jahren danach zu einem höheren Erwerbseinkommen führt. Die in den Projekten auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gut vorbereiteten Arbeitskräfte werden am Tiroler Arbeitsmarkt dringend gesucht“, erklärte Arbeitslandesrätin Astrid Mair.

Sozialökonomische Betriebe

Im Rahmen von Tätigkeiten in Wirtschaftsbetrieben in Marktnischen werden bei den sozialökonomischen Betrieben langzeitarbeitslose Menschen geschult und auf den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben vorbereitet. Die Gesamtkosten der sozialökonomischen Betriebe im Jahr 2023 belaufen sich auf rund 20,7 Mio. Euro. Die Eigenerwirtschaftung der Betriebe liegt bei etwa 52 % (10,7 Mio. Euro). Der restliche Finanzbedarf verteilt sich auf die Fördergeber AMS Tirol (rund 80 %), das Land Tirol mit 16,5 % (knapp 1,6 Mio. Euro) und weitere Fördergeber mit rund 3,5 % (Sozialministeriumsservice, Gemeinden).

Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte

Die gemeinnützigen Beschäftigungsprojekte sind Einrichtungen für langzeitarbeitslose Menschen mit bestimmten Defiziten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,5 Mio. Euro. Die Eigenerwirtschaftung der Projekte liegt bei etwa 64 % (1,6 Mio. Euro). Der restliche Finanzbedarf verteilt sich auf die Fördergeber AMS Tirol, Land Tirol, Sozialministeriumsservice und Gemeinden.

 

Die Jahresförderung 2023 erhalten folgende sozialökonomische Betriebe:

OSPA-Verein zur Förderung und Durchführung von Osttiroler Sozialprojekten für Arbeitssuchende, Tischlerei Schindel und Holz (Lienz)
SOFA-Verein für soziale Osttiroler Frauenprojekte für Arbeitssuchende, Gwandolina (Lienz)
Ho & Ruck Gebrauchtmöbel GmbH (Innsbruck)
Itworks Personalservice Beratung GmbH und Naturwerkstatt Tirol (Imst, Landeck)
Startup Volkshilfe GmbH
SÖB Libelle (Innsbruck)
SÖB Werkbank (Wörgl)
Verein Issba-Initiative zur Stärkung persönlicher, sozialer und wirtschaftlicher Stabilität am Arbeitsmarkt
SÖB Imst und SÖB Reutte
Verein Wams-Arbeitsplätze als Sprungbrett (Innsbruck)

Die Jahresförderung 2023 erhalten folgende gemeinnützige Beschäftigungsprojekte:

Caritas-Laden St. Johann der Caritas der Erzdiözese Salzburg
Emmaus Innsbruck-Verein zur Unterstützung und Begleitung heimatloser Menschen

 

Text: Redaktion, Foto: SOFA

13. Januar 2023 um