Kraftwerk Haslach-Kalserbach: WWF bringt Beschwerde ein
Das Kraftwerksprojekt hätte weitreichende Folgen für streng geschützte Arten in Osttirol, heißt es in der Stellungnahme des WWF gegen die Naturverträglichkeitserklärung.
Im Verfahren zum Kraftwerk Haslach-Kalserbach in Kals am Großglockner kritisiert der WWF Österreich die abgegebene Naturverträglichkeitserklärung als unvollständig und widersprüchlich. „Nicht nur wird die Summenwirkung der vielen Wasserkraftprojekte in direkter Nachbarschaft zum Natura 2000-Gebiet ignoriert. Es fehlt auch eine Prüfung der Auswirkungen des Kraftwerks selbst auf alle betroffenen Schutzgüter“, sagt Gewässerschutzexpertin Marianne Götsch. Direkt in der Ausleitungsstrecke würden sich die europaweit wichtigsten Vorkommen der vom Aussterben bedrohten deutschen Tamariske befinden. „Dazu kommen zahlreiche Brutplätze des gefährdeten Flussuferläufers. Der Bau dieser Anlage bedeutet den Verlust dieser wichtigen Kernhabitate“, so Götsch.
Text: Redaktion, Foto: WWF/Marianne Götsch