Keine Überraschungen bei Tiroler WK-Wahlen
Der ÖVP-Wirtschaftsbund konnte sich trotz leichter Verluste mit 77,24 % unangefochten an der Spitze halten, auf Platz 2 landete der freiheitliche RFW mit 10,46 %.
Platz drei ging an die Grüne Wirtschaft mit 8,46 % der Stimmen. Auf den Sozial-demokratischen Wirtschaftsverband (SWF) entfielen lediglich 2,59 %, was ein Minus von 1,41 Prozentpunkten bedeutet. Die Wahlbeteiligung sank erneut, von 36,2 % im Jahr 2010 auf 34,95 %, d.h., dass rund zwei Drittel aller wahlberechtigten Unternehmer kein Interesse an der Abstimmung bekundeten. Bis zur nächsten WK-Wahl in fünf Jahren soll, wie Wirtschaftsbund-Obmann Jürgen Bodenseer nach der Verkündigung des Wahlergebnisses in Innsbruck verlauten ließ, das Wahlsystem vereinfacht werden. Das aktuelle Wahlsystem gilt als kompliziert und soll, so Kritiker, den ÖVP-Wirtschaftsbund begünstigen. Gewählt wird in der jeweiligen Fachgruppe, wobei die Positionen von unten herauf besetzt werden. Die Mehrheitsfraktion im Wirtschaftsparlament hat das Recht, den Kammerpräsidenten zu stellen. 940 Mandate waren insgesamt zu vergeben: 725 erzielte der VP-Wirtschaftsbund, womit als sicher gilt, dass die Mehrheit des Wirtschaftsparlaments Jürgen Bodenseer wieder zum WK-Präsidenten wählen wird. Über 75 Mandate verfügt der RFW, über 62 die Grünen und über 11 Mandate der SWF. Auf die Fachliste der Tiroler Industrie entfallen 43 Mandaten, auf die Tiroler Wirtschaft 13, auf sonstige Namens- und Fachlisten insgesamt 10 Mandate. Hier der Link zu den Wahlergebnissen!
Text: J. Hilgartner, Foto: Brunner Images

