Keine Trendwende: Arbeitslosenquote stieg im Mai in Osttirol um 11,4 Prozent
Tirol hat mit 5 % zwar die zweitniedrigste Arbeitslosenquote im Bundesländervergleich, die Langzeitsarbeitslosigkeit ist jedoch um fast 19 % angestiegen. Beim AMS Lienz waren mit Ende Mai 889 Personen als arbeitslos gemeldet.
Mit Stichtag 31. Mai 2025 waren in Tirol 18.358 Personen als arbeitslos vorgemerkt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 1.654 Personen oder 9,9 % mehr. Sieben von zehn Beschäftigungslosen (69,6 %) sind seit weniger als drei Monaten arbeitslos. Ein Drittel hat aktuell eine Einstellzusage (35 %) von einem Betrieb und fast ebenso viele waren zuletzt in der Beherbergung und Gastronomie beschäftigt (33,3 %).
Im Bezirk Lienz waren mit Ende Mai 889 Personen als arbeitslos vorgemerkt, das sind um 11,4 Prozent mehr als im Mai 2024. Bei 18.358 Arbeitslosen und geschätzten 349.000 unselbstständig Beschäftigten betrug die Arbeitslosenquote im Mai 2025 in Tirol 5 Prozent. Im Bundesländervergleich ist das hinter Salzburg der zweitniedrigste Wert. Österreichweit liegt der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei 8,5 %.
Am höchsten war der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Mai im Bezirk Kufstein (15,1 %), gefolgt von Kitzbühel (14 %) und Innsbruck (12,3 %).
„Die Rezession hinterlässt weiterhin Spuren am Tiroler Arbeitsmarkt und bildet sich besonders deutlich im Anstieg der Langzeitbeschäftigungslosigkeit ab. Eine Trendwende ist angesichts der aktuellen Datenlage noch nicht in Sicht“, erklärt dazu Johannes Schranz, stellvertretender Landesgeschäftsführer des AMS Tirol.
Arbeitslosigkeit in fast allen Branchen gestiegen
Die Arbeitslosigkeit ist mit wenigen Ausnahmen in fast allen Branchen höher als im Vorjahr. Besonders deutlich stieg sie im Handel (+293 bzw. +12,4 %), in der Beherbergung und Gastronomie (+293 bzw. +5 %), in der Warenherstellung (+241 bzw. +19,7 %), bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+216 bzw. +14,6 %), im Gesundheits- und Sozialwesen (+197 bzw. +22,1 %) und im Bereich Verkehr und Lagerei (+145 bzw. +9,3 %). In der Baubranche (+40 bzw. +5,4 %) liegt die Arbeitslosigkeit nur leicht über dem Niveau des Vorjahres.
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