Junge Wirtschaft fordert „Neustart im Tourismus“
Einen kompletten Neustart des TVB Osttirol mit 1 Strategie, 1 Konzept, 1 Vision und 1 GeschäftsführerIn forderte Obmann Thomas Winkler bei einem Pressegespräch.
Um das Programm für 2017 vorzustellen und um über regionale Aktivitäten der Jungen Wirtschaft in Osttirol zu informieren, lud JW-Obmann Mag. (FH) Thomas Winkler am Dienstagvormittag zu einem Pressegespräch in die Wirtschaftskammer. „Unser heuriges Programm ist vor allem vom Thema Tourismus geprägt. Begleitend arbeiten wir an einer Kampagne, um das Image der Arbeitsplätze in Gastronomie und Hotellerie wieder anzuheben“, so Winkler einleitend. Gestartet wird das heurige Programm mit einer Betriebsbesichtigung der Firma IDM im Frühjahr, weiter geht es mit einem Ideen- und Netzwerktreffen zum Thema Tourismus. „Highlight ist das Glockner Summit im Juni, der Sommercocktail geht heuer auf der Terrasse des Dolomitenbades über die Bühne, und im Herbst laden wir zu einer Diskussion über Nischenmärkte im Tourismus in die Hotelfachschule“, so der Obmann.
Thomas Winkler: „Es braucht im Tourismusverband schlankere Strukturen. Von den 8 Mio. Euro Budget werden rund 2 Mio. Euro für das Personal aufgewendet. Das erscheint mir etwas zu hoch.“
Als eine bundesweite Forderung der Jungen Wirtschaft, die mit dem neuen Regierungsprogramm umgesetzt wurde, bezeichnete er die Erleichterung bei den Lohnnebenkosten. „Ab Juli 2017 werden für jeden zusätzlich geschaffenen Arbeitsplatz drei Jahre lang 50% der Lohnnebenkosten erstattet“, so Winkler. Es gäbe aber auch eine Reihe von regionalen Forderungen, die vor allem den Bereich Tourismus betreffen. „Wir fordern einen kompletten Neustart des Tourismusverbandes Osttirol nach den Neuwahlen im Herbst. Junge Menschen, vor allem Touristiker, und weniger Politiker gehören in die Gremien des Verbandes“, so Winkler. Der Verband müsse professioneller aufgestellt werden. „Die Destinationsstrategie 2025 wird nicht richtig verfolgt. Wir brauchen eine Strategie, ein Konzept, eine Vision und vor allem eine Geschäftsführung, die sich allein um das operative Geschäft kümmert“, fordert der Obmann.
„Aufgrund der aktuellen Lage der Lienzer Bergbahnen sehe ich die Variante, die Lifte am Hochstein im Winter zu schließen, als einzig realistische.“
Die Junge Wirtschaft werde alle ihre Kräfte bündeln, damit ein Neustart des Tourismusverbandes möglich ist. Vor allem der Wintertourismus sei in Lienz und im ganzen Bezirk eine „Riesenbaustelle“. „Die Lienzer Bergbahnen stecken mit einem maroden und einem angeschlagenen Skigebiet in einem Dilemma. Die Verantwortlichen – also die Eigentümervertreter des Tourismusverbandes und der Stadt – müssen endlich ihre Aufgaben wahrnehmen“, so Winkler.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger