Lienz: INNOS GmbH thematisierte Data Science & Künstliche Intelligenz
Der gebürtige Osttiroler Prof. Dr. Wolfgang Trutschnig sprach über moderne Techniken der Datenanalyse und darüber, welche Chancen diese für Unternehmen bieten.
„Data Science & Künstliche Intelligenz – echte Chancen für Unternehmen oder viel heiße Luft?” – unter diesem Titel organisierte die INNOS GmbH gemeinsam mit der Firma A. Loacker Konfekt GesmbH am Donnerstag, 6. Juni, eine informative Veranstaltung. Vortragender war der gebürtige Osttiroler Prof. Dr. Wolfgang Trutschnig. Er hat technische Mathematik studiert und darin promoviert, war fünf Jahre in Spanien und ist schließlich nach Salzburg an die Universität gekommen. Dort sind regionale Unternehmen immer mehr mit Fragestellungen vorstellig geworden, die Data Science (Gewinnung von Wissen aus Daten) und Künstliche Intelligenz (KI) betreffen.
Aus der Notwendigkeit, eine zentrale Anlaufstelle für Data Science und KI in Salzburg aufzusetzen, ist das vom Land Salzburg großzügig geförderte Lab für Intelligente Datenanalyse Salzburg entstanden, das Wolfgang Trutschnig seit seiner Gründung im Jahr 2020 leitet. Im Rahmen der Veranstaltung in Lienz teilte er sein Wissen über die modernen Techniken der Datenanalyse und welche Chancen und Mehrwerte diese für Unternehmen bieten. Darüber hinaus wurden typische Problemstellungen anhand praktischer Projekte illustriert und diskutiert.
Künstliche Intelligenz gibt es nicht erst seit ChatGPT, viele Werkzeuge wie Bilderkennung im medizinischen Bereich und Fingerprint/Iris-Scan am Handy gibt es schon seit Jahren. KI und Data Science hängen eng zusammen, beide haben ihren Ursprung in Mathematik und Informatik, beide sind für Unternehmen jeglicher Größe relevant, insbesondere im Zusammenhang mit Prozessoptimierung, Mustererkennung (Predictive Maintenance, Anomalieerkennung) und Forecasting (Analyse von Absatzzahlen, Logistikoptimierung etc.).
Prof. Dr. Wolfgang Trutschnig leitet das Labor für intelligente Datenanalyse Salzburg (IDA-Lab) und würde sich über Projekte in Osttirol freuen.
Auch wenn KI schon sehr viel kann, darf der Hausverstand im Rahmen der Anwendung nie zu kurz kommen – Fachwissen und logisches Denken sind für die erfolgreiche Umsetzung von KI und Data Science Projekten nach wie vor essenziell. Das Labor für intelligente Datenanalyse Salzburg (IDA-Lab) als Teil der Universität Salzburg hat sich zum Ziel gesetzt, Unternehmen dabei zu unterstützen, den wertvollen Rohstoff Daten optimal zu sammeln und relevante Information bestmöglich zu nutzen. Das IDA-Lab blickt seit 2020 auf Kooperationen mit über 20 namhaften Unternehmen zurück und agiert nach dem Motto „Vorsprung durch angewandte Forschung in Data Science/Machine Learning/Statistik“.
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass ein erstes betriebliches Pilotprojekt insbesondere dann erfolgreich ist, wenn die Problemstellungen klar definiert sind und wenn eine solide Datenbasis besteht. Für ein erstes Herantasten an KI und Data Science Fragestellungen im eigenen Unternehmen sollten Förderungen wie der FFG-Innovationsscheck (Förderquote bis zu 80 % für KMUs) und Unternehmensförderungen der Bundesländer nicht liegen gelassen werden.
Das IDA-Lab Salzburg steht für Anfragen und weitere Informationen jederzeit gerne zur Verfügung und ist erreichbar unter: ulrike.ruprecht@plus.ac.at (Dr. Ulrike Ruprecht, Projektmanagement, +43 664/828 92 37) und wolfgang.trutschnig@plus.ac.at (Prof. Dr. Wolfgang Trutschnig, Direktor IDA-Lab).
Text: Redaktion, Fotos: INNOS GmbH, Marian Trutschnig