In Assling hat sich im Vorjahr wieder viel getan
Die Brüder Theurl GmbH, die Brüder Unterweger GmbH und die Unterweger Früchteküche GmbH sowie das Elektrowerk Assling haben ihre Betriebe kräftig ausgebaut.
18 Ortsteile zählt die Pustertaler Gemeinde Assling. Hier leben aktuell 1 800 Einwohner. Viele von ihnen arbeiten in einem der insgesamt 40 Betriebe, die in Assling ihren Sitz haben. Die Unternehmen stellen das wirtschaftliche Rückgrat der Gemeinde dar, die Kommunalsteuer ist eine wichtige Einnahmequelle. 2016 konnte in Assling einiges bewegt und vorangetrieben werden, wie Vize-Bgm. Harald Stocker berichtet. Bestehende Großbetriebe wie die Brüder Theurl GmbH, die Latschenölbrennerei Unterweger (Brüder Unterweger GmbH) oder die Unterweger Früchteküche GmbH haben kräftig in den Ausbau ihrer Unternehmen investiert. Neu dazu gebaut wurde auch im Bereich des Elektrowerkes Assling (EWA), das mehr als 800 Haushalte und Betriebe im Gemeindegebiet mit Ökostrom versorgt.
Der Asslinger Vize-Bgm. Harald Stocker informierte uns über abgeschlossene, laufende und zukünftige Projekte in der Pustertaler Gemeinde.
Das Elektrowerk, 1927 als Genossenschaft von Asslinger Bauern gegründet, konnte seit 2014 mit einer Investitionssumme von 2,7 Millionen Euro modernisiert und technisch wie baulich auf den neuesten Stand gebracht werden. 2016 ist ein neues Büro und Lagergebäude in Oberthal entstanden, das man 2017 im Rahmen des 90-Jahr-Jubiläums offiziell seiner Bestimmung übergeben will. Eine neue Produktionshalle konnte auch die Metek Austria GmbH eröffnen. 40 MitarbeiterInnen finden in der Osttiroler Niederlassung der METEK-Gruppe, die 2016 ihr 40-jähriges Bestehen feierte, einen attraktiven Arbeitsplatz. Neben der ursprünglichen Spezialisierung auf die Planung, Produktion, den Verkauf und die Montage von mikroprozessorgesteuerten Schiebetüranlagen für Gastronomie, Geschäftsbereiche, Bankinstitute etc. hat sich die Metek Austria GmbH auf den Bereich Alu & Glas, den Fassadenbau, Verglasungen im Innen- und Außenbereich, Schwimmbadtüren und die textile Architektur spezialisiert. Die breite Produktpalette für Kunden in Italien, Österreich und Deutschland reicht von traditionellen Standardlösungen bis hin zu Sonderentwicklungen.

Um den Wirtschaftsstandort für die Zukunft zu sichern, startet die Gemeinde 2017 mit dem Projekt Breitbandversorgung durch. „Alle notwendigen Planungen und Vorbereitungen sind abgeschlossen“, so der Vize-Bürgermeister. „Die Umsetzung soll in Kooperation mit dem E-Werk Assling erfolgen, dessen bestehende Leerverrohrungen für die Verlegung der Glasfaserkabel verwendet werden können. „Damit erhalten Unternehmen und Haushalte in Assling dieselben Möglichkeiten und Chancen, das Internet zu nützen, wie man sie auch in Ballungsräumen vorfindet.“
Weitere Fortschritte strebt man 2017 auch in Hinsicht auf die kommunale Energiepolitik an. Aktuell ist Assling im Rahmen des E5-Programmes des Landes Tirol mit E4 ausgezeichnet. Das nächste Vorhaben wird es sein, die letzten Gemeindegebäude, die noch mit Öl beheizt werden, auf erneuerbare Energie umzustellen. Ein vor allem verkehrstechnisch wichtiges Infrastrukturprojekt konnte bereits im Vorjahr abgeschlossen werden: Am 30.11.2016 erfolgte die offizielle Freigabe der 60 Meter langen Bahnunterführung an der Drautalbundesstraße in Thal. Harald Stocker: „Damit fallen nicht nur unnotwendige Wartezeiten für die Wirtschaftstreibenden weg. Auch für die Anrainer hat sich die Situation mit dem Ende des letzten beschrankten Eisenbahnüberganges an der Drautalstraße wesentlich verbessert.“
Die Metek Austria GmbH eröffnete im Vorjahr eine neue Produktionshalle in Assling. Im Bild v.li.n.re.: Georg Taschler, Leiter der Niederlassung in Assling, Georg und Richard Stampfer (Firmeninhaber) und der Geschäftsführer der METEK-Gruppe, Ewald Wiedenhofer
Neues gibt es auch vom Wohnungssektor in der Pustertaler Gemeinde zu vermelden. Die Arbeiten zur zweiten Baustufe der OSG-Wohnanlage Schmelzanger beginnen im Frühjahr 2017. Darüber hinaus bietet die Gemeinde weiterhin Bauland für Private zu sehr günstigen Konditionen an. „Wir tun viel dafür, der Abwanderungstendenz entgegenzuwirken. Dazu zählt neben der Forcierung des Wirtschaftsstandortes und der Schaffung von sozialem Wohnraum auch die Unterstützung und Förderung unseres sehr vielfältigen Vereinslebens.“
Text: Wirtschaftsredaktion, Fotos: Osttirol heute, Gemeinde Assling