Im Februar sank die Arbeitslosigkeit in Osttirol um über 50 Prozent
1.278 Personen waren im Februar 2022 beim AMS Lienz als arbeitslos vorgemerkt. Im Februar 2021 gab es in Osttirol noch mehr als doppelt so viele Beschäftigungslose.
Mit Stichtag 28. Februar 2022 waren in Tirol 15.674 Personen arbeitslos. Im Vergleich zum Februar 2021 sind das um 22.797 Menschen weniger, das bedeutet einen Rückgang von 59,3 % Prozent. Österreichweit liegt der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei 30,7 Prozent. In Tirol ist die Arbeitslosigkeit im Februar am stärksten von allen Bundesländern gesunken. Im Bezirk Lienz betrug der Rückgang 52,9 Prozent.
Bei 15.674 Arbeitslosen und 344.000 unselbständig Beschäftigten (+31.000 Beschäftigte im Vorjahresvergleich) betrug die Arbeitslosenquote im Februar 2022 in Tirol 4,4 % (Vergleich Februar 2019: 4,5 % | Februar 2020: 4,1 % | Februar 2021: 11,0 %).

Waren im Februar 2021 die Arbeitslosenzahlen erstmals wieder unter der 40.000er-Marke gefallen, so befindet sich Tirol im Februar 2022 mit 15.674 als arbeitslos Vorgemerkten fast auf Vorkrisenniveau (Februar 2020: 15.307). Maßgeblich war laut AMS, dass sich die Wintersaison gerade in den letzten Wochen positiv entwickelt hat. Vor einem Jahr waren wir mit dem Totalausfall der Wintersaison konfrontiert, was der Jahresvergleich drastisch widerspiegelt (Arbeitslose im Februar 2019: 16.710 | 2020: 15.307| 2021: 38.471 | 2022: 15.674)
„Die Arbeitsmarktsituation für Arbeitslose und alle, die auf der Suche nach Beschäftigung sind, ist derzeit so chancenreich wie noch nie. Die bevorstehenden kompletten Öffnungsschritte ab 5. März in der Nachtgastronomie, der Wegfall der Sperrstunde und der Zutrittsregelungen sowie die Aufhebung der Personenobergrenzen werden weiter positive Auswirkungen auf den Tiroler Arbeitsmarkt haben. Dies eröffnet für alle Gruppen beste Chancen, auch für benachteiligte Personen. Galt es bisher noch, mit aller Kraft Beschäftigung zu sichern und Arbeitslosigkeit zu senken, richtet sich der Arbeitsmarkt aktuell wieder neu aus. Wir legen unseren Fokus daher auf die große Herausforderung der Wirtschaft, passendes Personal zu finden und den Fachkräftebedarf und Fachkräftenachwuchs zu organisieren”, so Alfred Lercher, Landesgeschäftsführer des AMS Tirol.
Text: Redaktion, Symbolfoto: AdobeStock/Robert Kneschke