Hochwasserschutz in Lienz: „Sonnenlounge” macht künftig Iselfluss hautnah erlebbar
Die Arbeiten zum zweiten Bauabschnitt des Hochwasserschutzprojektes starten in zwei Wochen. Dabei werden auch die Grundlagen für eine Sonnenlounge gelegt – künftig ein attraktiver Platz für Erholungssuchende.
„Im Dezember 2023 haben wir mit dem Hochwasserschutzprojekt in Lienz begonnen. Wesentlicher Inhalt ist die Eintiefung der Isel. Im ersten Bauabschnitt sind wir bis zur Pegelmessstelle gekommen. Sofern es die Wasserführung zulässt, werden wir am 4. November mit dem zweiten Bauabschnitt beginnen“, informierte DI Dr. Johannes Nemmert, Leiter des Baubezirksamtes Lienz, bei einem Medientermin an der Isel.
v.l.n.r.: DI Dr. Johannes Nemmert (Leiter Baubezirksamt Lienz), Fachbereichsleiter DI Michael Konrad, Bgm. LA DI Elisabeth Blanik, Fachbereichsleiter DI Walter Hopfgartner
Wie schon beim ersten Bauabschnitt starten auch nun die Arbeiten im Bereich der ehemaligen Molkerei. „Wir werden wieder die Baustraße im Flussbett einrichten. Im 2. Bauabschnitt wollen wir bis zur HTL kommen. Die Geschiebemessstelle wird abgebaut. Linksufrig bauen wir an der Steinschlichtung weiter. Rechtsufrig werden wir im Bereich Spitalsbrücke an der Vormauerung arbeiten. Es wird eine zweite Mauer vor die bestehende gesetzt und über beiden Mauern ein Gehweg errichtet“, erklärte Fachbereichsleiter DI Michael Konrad.

Der Baustellenverkehr findet wie schon beim ersten Bauabschnitt innerhalb des Flussbetts statt, wodurch Beeinträchtigungen im Straßenverkehr weitestgehend vermieden werden – und das, obwohl sich ein Teil der Baumaßnahmen in den Bereich des Iselparks verlagert. Dort entsteht nämlich auf einem rund 500 Quadratmeter großen Plateau um rund 180.000 Euro eine terrassenähnliche Sonnenlounge mit Bänken, die zukünftig in Lienz zum Lieblingsplatz für Erholungssuchende werden soll.
Um dies zu ermöglichen, wird die bestehende Ufermauer im Bereich des Wasserstandes eines dreißigjährlichen Hochwassers aufgeschnitten und die Steinschlichtung so moderat nach oben geführt, dass künftig sogar der Zugang zum Wasser möglich ist. „Linksufrig wird ein rampenförmiger Erholungsraum und ein Zugang zum Wasser geschaffen. Durch die Bepflanzung mit Bäumen entsteht eine Beschattungswirkung. Die bestehende Geschiebemessstelle wird abgebaut. Als Ersatz errichten wir eine neue Messstelle unterhalb der Glanzer Brücke in Oberlienz“, erklärte Fachbereichsleiter DI Walter Hopfgartner.

„Ich freue mich, dass im Zuge des Großprojektes Hochwasserschutz Isel auch ein neuer, attraktiver Lebensraum für Erholungssuchende in unserer Stadt geschaffen wird. Ich möchte jetzt schon informieren, dass es im Frühjahr 2025 wegen der Bauarbeiten zu einer Sperre des Iselsteges kommen wird“, so die Lienzer Bürgermeisterin LA DI Elisabeth Blanik.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Stadt Lienz/Bernd Lenzer, Visualisierung: Firma Frey