Heimvorteil: Lebensmittelgeschäfte in Ainet und Nußdorf-Debant unter neuer Führung

Eva und Robert Sprenger betreiben seit 11. November den SPAR-Markt in Ainet. Angelika und Gerald Huber leiten seit 9. Oktober den ADEG-Markt in Debant.

„Ein Glück, dass sich in Ainet und Nußdorf-Debant so engagierte UnternehmerInnen gefunden haben und dadurch die tägliche Nahversorgung da wie dort gesichert ist“, betonte Wirtschaftskammer-Bezirksobfrau Michaela Hysek-Unterweger bei einem Antrittsbesuch, bei dem die Top-motivierten Neo-Kaufleute auch herzlich in der „Heimvorteil-Familie“ willkommen geheißen wurden.

„Regionalität soll noch mehr Platz haben“, unterstreichen Angelika und Gerald Huber, die den ADEG-Markt in Debant vom langjährigen Betreiber Karl Kofler übernommen haben. Dieser führt seit Kurzem das ADEG-Geschäft in Abfaltersbach. „Karl hat einen super Kundenstock aufgebaut, und wir versuchen, noch ein Schäufelchen dazu zu legen. Wir sind von der Qualität örtlicher Produkte überzeugt und haben bereits Heimvorteil-Lebensmittel im Sortiment“, erklärt Angelika, die seit 20 Jahren im Geschäft angestellt war. Zusätzlich wird es hier jetzt eine kulinarische Note geben: Als langjähriger Küchenchef schätzt Gerald regionale Lebensmittel sehr und bietet Kunden auch kleine Buffets auf Bestellung und selbstgemachte regionale Gerichte an.

 

v.l.n.r.: Hubert Linder (Bezirkssprecher Lebensmittelhändler), Robert und Eva Sprenger, Monika Meixner, Werner Hanser (Bezirkssprecher Lebensmittelhändler), Mag. Reinhard Lobenwein (Bezirksstellenleiter Wirtschaftskammer Lienz)

 

Ebenfalls Quereinsteiger aus der Gastronomie wagen in Ainet den Sprung in die Selbstständigkeit: Monika Meixner übergibt den SPAR-Markt nach zehn Jahren am alten Standort im Ortskern und fünf Jahren am neuen Standort an der Felbertauernstraße an Eva und Robert Sprenger. „Monika hat uns beim Neustart toll unterstützt und einen modernen Markt mit einem Top-Team übergeben“, bedankten sich Eva und Robert. Auch hier spielt Regionalität eine zentrale Rolle. „Mehr Regal für Regional“, erklärt die ausgebildete Käse- und Wein-Sommelière Eva das Motto. Dieses ist gleich beim Eingang spürbar: Viele frische Köstlichkeiten aus der Heimat werden dort in einem eigens angefertigten Osttirol-Regal in Form einer Harpfe präsentiert.

Robert hat sich als Koch international einen Namen gemacht und dabei immer leidenschaftlich mit Osttiroler Zutaten gekocht: „Es gibt nichts Besseres“, ist er von der Qualität heimischer Produkte überzeugt. Auch in Ainet gehören ab sofort kulinarische Extras – wie etwa kleine Caterings – zur Nahversorgung.

Erfreut über die klaren Osttirol-Ambitionen der Neo-Kaufleute zeigten sich das Heimvorteil-Projektteam der Wirtschaftskammer unter Federführung des Bezirksstellenleiters Reinhard Lobenwein sowie Projektleiter Franz Kirchmair. Die Arbeitsgemeinschaft „Heimvorteil“ wurde 2006 gegründet und gilt längst als Paradebeispiel einer Regionaloffensive. Neben dem erklärten Ziel, die Nahversorgung zu sichern und das ganze Jahr über regionale Produkte anzubieten, findet auch die Art und Weise der Umsetzung weit über Osttirol hinaus viel Beachtung. „Ein derart konstruktiver Schulterschluss ist uns aus keinem anderen Bezirk bekannt“, hielten die Bezirkssprecher der Lebensmittelhändler Hubert Linder und Werner Hanser fest. Insgesamt beteiligen sich 14 Lebensmittelhändler und mehr als 30 Lieferanten am Osttiroler Heimvorteil.

 

Text: Redaktion, Fotos: Josef Stotter/WK Lienz

17. November 2020 um