Harald Green ist neuer Braumeister zu Falkenstein
Zwölf Jahre war Heinrich Green Braumeister in der Traditionsbrauerei in Lienz – nun übergab er das Zepter an seinen Sohn Harald, der jetzt die Geschicke des Betriebes leitet.
Die Brauerei Falkenstein wurde im Jahr 1900 vom Matreier Braumeister Johann Baptist Steiner gegründet. 1918 übernahm Gösser den Betrieb. Markus Liebl, Generaldirektor der Brau Union, fand sich am Freitag, 14. Februar 2014, mit weiteren Führungskräften des Unternehmens in Lienz ein, um bei einer Feierstunde die Geschicke des Betriebes in die Hände des neuen Braumeisters und Geschäftsführers Harald Green zu legen. Dieser übernimmt damit die Position von seinem Vater Heinrich, der 45 Jahre im Betrieb beschäftigt war, in den vergangenen zwölf Jahren als verantwortlicher Braumeister. „Bier gibt es nicht erst seit 5 000 Jahren – wie die Moderatorin in ihrer Einleitung gesagt hat – sondern seit dem Paradies, weil ein Paradies ohne Bier ist nicht vorstellbar“, so der Generaldirektor.
Markus Liebl, Generaldirektor der Brau Union (Mitte), bedankte sich beim scheidenden Braumeister für seinen Einsatz in der Brauerei Falkenstein über 45 Jahre und wünschte dem neuen Geschäftsführer Harald Green ein gutes Händchen bei der Führung des Betriebes.
Die Brauerei Falkenstein sei eine kleine, aber feine Brauerei, die immer wieder neue, sehr erfolgreiche Produkte auf den Markt bringe. Markus Liebl bedankte sich beim scheidenden Braumeister für seinen Einsatz und sein Engagement. „Unter seiner Mitwirkung sind erfolgreiche Produkte entstanden, die hier in Lienz für den gesamten österreichischen Markt gebraut werden – wie das Gösser Zwickl hell und dunkel. Im Vorjahr wurde in der Brauerei Falkenstein das Bier für die Ski-WM in Schladming hergestellt“, lobte der Generaldirektor den Einsatz des nun pensionierten Braumeisters.
Sein Sohn Harald erzählte, dass er praktisch in der Brauerei aufgewachsen sei. „Früher waren an die Brauerei auch die Dienstwohnungen angeschlossen. Als Kind habe ich mich immer wieder in die Brauerei geschlichen und später bei der Auslieferung mitgeholfen. So war das Bier immer schon ein bestimmender Teil meines Lebens“, schmunzelte der 39-Jährige. Nach der Matura am naturwissenschaftlichen Gymnasium hat er in der Brauerei Falkenstein als erster Lehrling den Beruf des Brauers und Mälzers erlernt. Danach absolvierte er die Ausbildung zum Braumeister an der Doemens-Fachakademie nahe München. Zurück in Österreich arbeitete er in den Brauereien in Kaltenhausen und Göss, bevor er im Vorjahr wieder nach Lienz zurückkehrte.
„Wir veredeln hier in unserer Brauerei das Schlossbergwasser“, so der neue Braumeister, „viele auswärts lebende Osttiroler bezeichnen es sogar als Hoamatwosser und nehmen sich manchmal auch ein paar Kisten mit, um sich bei einem guten Schluck mit ihrer Heimat zu verbinden.“ Als „Institution“ bezeichnete die Lienzer Bürgermeisterin LA DI Elisabeth Blanik den Braumeister einer Stadt. „Der Braumeister hat die wichtige Aufgabe und auch die Verantwortung, ein gutes Bier zu brauen. Gutes Bier sorgt für gute Stimmung in der Stadt, und wenn das der Fall ist, ist eine Bürgermeisterin schon einmal ziemlich zufrieden“, so Blanik. Sie bedankte sich beim Arbeitgeber Brau Union, dass er in der Brauerei Falkenstein 35 sehr gute Arbeitsplätze in der mit Arbeitsplätzen nicht gerade gesegneten Region bietet. „Ich bedanke mich beim scheidenden Braumeister Heinrich Green für die schöne Zeit und wünsche mir, dass er seinem Sohn weiterhin mit Rat und Tat zur Seite steht, damit aus unserem Schlossbergwasser ein immer noch besseres Bier gebraut wird“, so die Bürgermeisterin abschließend.
Text und Fotos: Raimund Mühlburger
