HAK-Schüler setzen Impuls für Kräutertourismus
Gemeinsam mit dem Regionsmanagement Osttirol wollen vier SchülerInnen der HAK mit ihrem Projekt „coNatura“ Unternehmen für das Thema „Kräutertourismus“ gewinnen.
Als Erster zeigte sich Mag. Michael Unterweger, Geschäftsführer der Ersten Tiroler Latschenölbrennerei und vom Vitalpinum in Thal, von der Idee sehr angetan, Gastronomiebetriebe und Kräuterproduzenten dafür zu gewinnen, bei der Vermarktung Osttirols als Kräuterdestination gemeinsame Wege zu gehen. Als Partner unterstützt Unterweger das Projekt „coNatura“, das das Regionsmanagement Osttirol (RMO) bei Michaela Bodner, Magdalena Huber, Ilona Inmann und Gabriel Forcher – SchülerInnen der 4a-Klasse der Handelsakademie Lienz – in Auftrag gegeben hat. „Wir wollen mit der Erstellung eines Folders, in dem Betriebe mit Kräuterschwerpunkt beschrieben werden, einen Impuls für den Kräutertourismus in Osttirol setzen“, beschreibt Gabriel Forcher bei der Präsentation am 9. Juli 2012 im Wohlfühlgarten des Vitalpinums das Ziel des Projekts. „Alle Unternehmen, die für eine gemeinsame Vermarktungsschiene zum Thema Kräuter in Frage kommen könnten, haben wir angeschrieben und sie zur Teilnahme eingeladen“, erklärte Schülerin Ilona Illmann. Vor allem Gastronomiebetriebe, aber auch Kräuterproduzenten – wie beispielsweise landwirtschaftliche Betriebe – sollen dafür gewonnen werden, sich auf dem Folder zu präsentieren. Nicht nur Gastronomiebetriebe, die spezielle Kräutermenüs anbieten, auch Unternehmen, die Kräuterwanderungen oder Bäder und Sauna mit den wohltuenden und heilenden Kräften aus der Natur in ihrem Programm haben, sind die Zielgruppe der SchülerInnen.
Die HAK-SchülerInnen (im Bild vor dem Lavendelfeld im Vitalpinum) beschäftigten sich im Zuge des Projektes mit der Lebensmittelproduktion und der wohltuenden Wirkung von Kräutern.
„Die HAK als wirtschaftliche Schule bei diesem Projekt zu unterstützen, war für mich eine Selbstverständlichkeit, weil ich daran glaube, dass Kräuter aus unserer Bergregion durchaus auch wirtschaftlich bedeutsam sind und einen wichtigen Beitrag für den Tourismus leisten könnten“, betont Michael Unterweger. Das bestätigt auch Gabriel Forcher von der HAK-Projektgruppe: „Wir haben uns im Zuge des Projektes vor allem auch mit der Lebensmittelproduktion beschäftigt und haben festgestellt, dass es bei uns in Osttirol viele Gebiete gibt, in denen Kräuter wachsen, die in den urbanen Regionen praktisch nicht mehr vorkommen. Leute aus der Großstadt beispielsweise könnten durch die Thematisierung dieses Kräuterreichtums von der Destination Osttirol überzeugt werden.“
Mag. Michael Unterweger (rechts) ist von der Bedeutung von Kräutern für den Gesundheitstourismus in Osttirol überzeugt.
„Durch die Höhenlage und die kleinstrukturierte Landwirtschaft ist unsere Region prädestiniert dafür, aus dem Thema Kräuter ein nachhaltiges Produkt zu entwickeln. Wir arbeiten schon seit Jahren daran, die SchülerInnen leisten mit ihrer Projektarbeit wichtige Vernetzungsarbeit und schaffen auf einer wenig verbindlichen Ebene die Grundlagen für ein derartiges Produkt“, freut sich RMO-Geschäftsführerin Mag. Helene Brunner über die Unterstützung durch die Jugendlichen. Mit dem Projekt „coNatura“ sei ein wichtiger Startpunkt für ein Thema gesetzt, für das es ohnehin schwierig sei, eine gute, tragfähige Basis zu finden.
Auf die teilnehmenden Betriebe kommen keinerlei Kosten oder Verpflichtungen zu. Für das Projekt „coNatura“ können sich interessierte Unternehmen und Institutionen bis spätestens 31. Juli 2012 unter der E-Mail-Adresse coNatura@gmx.at melden.
Text und Fotos: Raimund Mühlburger