Großglocknerstraße frei – Saisoneröffnung am 1. Mai
Am Montag, 29. April 2013, schafften Schneeräumfahrzeuge den Durchbruch am Hochtor – ab 1. Mai ist die Großglockner Hochalpenstraße wieder für den Verkehr frei.Eher schwierig gestalteten sich aufgrund der großen Schneemengen und der damit verbundenen Lawinengefahr heuer die Schneeräumarbeiten auf der Großglockner Hochalpenstraße (GROHAG). Trotzdem konnten die 14 Mitarbeiter mit den fünf Schneefräsen diese Arbeiten in nur 14 Tagen bewältigen – am Montag, 29. April 2013, erfolgte der Durchbruch am Hochtor.
Nach der Straßenöffnung 1936 und 1937 nahmen noch 350 Mann den manchmal aussichtslos erscheinenden Kampf gegen haushohe Schneewände auf. Damals dauerte die händische Schneeräumung bis zu 70 Tage. DI Franz Wallack, der legendäre Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße, erkannte schon frühzeitig die Chancen einer mechanisierten Schneeräumung. Er konstruierte den „Rotationspflug – System Wallack“, eine Kombination aus Schneefräse und Pflug, der erstmals 1953 die harte Bewährungsprobe bestand. Die Wallack-Schneefräsen sind noch immer im Einsatz und feiern heuer ihren 60. Geburtstag.
v.li.n.re.: Bgm. Leonhard Madreiter aus Fusch an der Glocknerstraße, Schneeräumungs-Leiter Peter Embacher, GROHAG-Generaldirektor Dr. Johannes Hörl und Bgm. Peter Suntinger aus Großkirchheim gaben am 29. April nach dem Durchbruch die Straße am Hochtor frei.
„Die Schneeräumung hat jedes Jahr ihre Besonderheiten. Heute konnte die 60. Schneeräumung mit den Wallack-Rotationspflügen erfolgreich abgeschlossen werden – bei den heuer eher schwierigen Bedingungen eine wahre Meisterleistung“, sagte Dr. Johannes Hörl, Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG, gestern am Hochtor. Ab Mittwoch, 1. Mai, ist die Straße für den Verkehr frei gegeben. Der Durchzug von Nord nach Süd, die Edelweiß-Straße sowie die Auffahrt zum Schöneck sind unter sehr guten Bedingungen möglich. Die Auffahrt bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe wird voraussichtlich am Samstag, 4. Mai, geöffnet – bis dahin gelten ermäßigte Tarife.
Der Durchbruch ist geschafft – nach 14-tägigem Schneeräumen treffen sich die Salzburger und Kärntner Fräsenfahrer endlich am Hochtor.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: GROHAG

