Großglockner Hochalpenstraße: „Durchstich” in diesem Jahr bereits vor Ostern
Im Jubiläumsjahr konnte die Großglockner Hochalpenstraße bereits am Karsamstag, 19. April, für den Verkehr freigegeben werden. Der symbolische „Durchstich“ am Hochtor markiert wie jedes Jahr den Start in die Sommersaison.
2025 ist für die Großglockner Hochalpenstraße ein ganz besonderes Jahr – die legendäre Panoramastraße feiert ihr 90-jähriges Jubiläum, begeistert seit ihrer Eröffnung 1935 mit einer einzigartigen Kombination aus Naturerlebnis, Ingenieurskunst und touristischer Anziehungskraft und ist seit exakt zehn Jahren auch größtes Denkmal Österreichs. Die legendären „Rotationspflüge – System Wallack“ sind seit 70 Jahren im Einsatz.
Die Lawinenkommission beim Durchstich
Der symbolische Durchstich am Hochtor (Landesgrenze Salzburg – Kärnten) markiert wie jedes Jahr den Startschuss in die Sommersaison. Heuer erfolgte dieser so früh, wie selten zuvor, nämlich am Freitag, 18. April. Das ist der früheste Öffnungstermin seit einem halben Jahrhundert. Seit dem Eröffnungsjahr 1935 wurde die Straße erst fünfmal vor dem 20. April geöffnet.
Eine Häufung von relativ frühen Öffnungen der Großglocknerstraße im Frühjahr gab es in den Jahren 1959 bis 1976. Aufgrund der geringen Niederschläge konnte die Straße 1964 am 12. April und 1974 sogar schon am 11. April geöffnet werden.
Trotz moderater Schneemengen in diesem Winter stellte die Schneeräumung im hochalpinen Gelände wie jedes Jahr eine besondere Herausforderung dar. Windverwehungen, Lawinen und unvorhersehbare Wetterumschwünge erforderten von den Schneeräumtrupps aus Salzburg und Kärnten einmal mehr Präzision und Einsatzbereitschaft.
v.l.n.r.: Vize-Bgm. Thomas Brandstätter (Heiligenblut am Großglockner), Vorstand Johannes Hörl, Sebastian Jury (Leiter Schneeräumung und Werkstätten), LA Bgm. Hannes Schernthaner (Fusch an der Glocknerstraße)
Die historischen Schneefräsen Rotationspflüge System Wallack werden mittlerweile von HVO100-Fuel, einem nahezu klimaneutralen Bio-Treibstoff aus hydrierten Pflanzenölen und tierischen Fetten, betrieben. „Die CO2-Reduktion um bis zu 90 % ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Mobilität auch im Hochgebirge des Nationalparks Hohe Tauern. Der gesamte nicht-elektrische GROHAG-Fuhrpark wird nunmehr mit HVO100 klimaschonend betrieben. Damit setzt die GROHAG ein starkes Zeichen für Klimaschutz“, so Johannes Hörl, Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG.
Die Durchzugsstraße von Fusch nach Heiligenblut ist ab Samstag, 19. April, befahrbar, während die finalen Sicherungs- und Räumarbeiten an der Gletscherstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe sowie zur Edelweiß-Spitze noch ein paar Tage andauern. Bis zur vollständigen Freigabe gelten ermäßigte Tarife.
Text: Redaktion, Fotos: GROHAG, Neumayr/Leopold