Großglockner Grand Prix zum Jubiläum im Neuschnee

Insgesamt 115 Teilnehmer fuhren mit historischen Rennautos beim Revival des legendären Rennens auf der Großglockner Hochalpenstraße – Salzburger Seite – mit.

Das erste historische Bergrennen auf der Großglockner Hochalpenstraße wurde gleich einen Tag nach deren Eröffnung im Jahre 1935 durchgeführt. Zum 80. Jubiläum der Straße lockte heuer auch der 7. Internationale Großglockner Grand Prix zahlreiche Fans alter Autos nach Fusch und Ferleiten.

Beim 1. Int. Großglockner-Rennen am 4. August 1935 siegte Mario Tadini im Alfa Romeo.

Beim I. Int. Großglockner-Rennen am 4. August 1935 siegte Mario Tadini im Alfa Romeo

Seit 2012 wird der alten Rennen gedacht. Sammler und Enthusiasten machen seitdem ein Mal im Jahr ihre Rennwagen-Klassiker fit für 92 Kurven, 14 Kehren und 14 Kilometer Bergstrecke bis hinauf zum Fuscher Törl. Mit einem Rekord-Starterfeld von 115 Teilnehmern aus sieben Nationen kamen heuer von 24. bis 26. September noch mehr historische Renn-Automobile als in den Jahren zuvor zum Revival des Rennens.

Abfahrt der 115 Teilnehmer vom Fahrerlager in Fusch nach Ferleiten zum Start

Abfahrt der 115 Teilnehmer vom Fahrerlager in Fusch nach Ferleiten zum Start.

Vor dem diesjährigen „Großen Preis von Österreich“ sorgte Schnee mit meterhohen Verwehungen auf der Passstraße für die nötige Spannung und ein Traumpanorama an den Renntagen. In Ferleiten entstand an der Kassenstelle ein großes Fahrerlager. Fahrzeuge mit zweistelligem Millionenwert zogen das Publikum in Massen an – mehr als 2.000 Besucher kamen, um die alten Boliden zu bestaunen. Es wurde viel geschraubt, Benzin geredet und die Karten studiert. Es ging darum, in vier Auffahrten die exakt gleiche Zeit zu fahren. Bei einer Besichtigungsfahrt (Training) wurde eine Zeit vorgegeben.

Mehr als 2.000 Besucher besichtigten das Fahrerlager und feuerten die Rennfahrer an.

Mehr als 2.000 Besucher besichtigten das Fahrerlager und feuerten die Rennfahrer an.

Den Startschuss gaben Bgm. Hannes Schernthaner (Fusch), Bgm. Josef Schachner (Heiligenblut), Thorsten Weinelt (Leiter Wealth Manangement Hypovereinsbank und Unicredit Deutschland), Rudolf Hollaus (Obmann Tourist Information Großglockner-Zellersee) und der technische Direktor der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG), Thomas Noel.

Start zur „See-Runde" - eine kleine Prolog-Rallye von Fusch nach Bruck, Kaprun, Zell am See und Thumersbach

Start zur „See-Runde“ – einer kleinen Prolog-Rallye von Fusch nach Bruck, Kaprun, Zell am See und Thumersbach

Den Schwerpunkt des Grand Prix bildeten dieses Jahr authentische Fahrzeuge der ersten drei Rennen 1935, 1938 und 1939. Bugattis, MGs, BMW, Bentleys, Jaguars, Rileys und Alvis repräsentierten ein Starterfeld von 80 Fahrzeugen der Baujahre bis 1939 – passend zum 80-Jahr-Jubiläum. Den „Großen Preis von Österreich“ konnte schließlich das Team Jens Schnückel und Hartmut Nikolaus mit einem Fiat 2300 S Coupe mit schneller Fiat-Abarth-Motorisierung aus dem Jahr 1963 einfahren. In drei Läufen betrug die Gesamtabweichung auf der 14 km langen Strecke beim Siegerteam nur 67 Zehntel.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: grossglockner.at 

29. September 2015 um