Gottlieb Taschler investiert am Staller Sattel
Die Oberseehütte und das Lackenstüberl am Staller Sattel wurden von Investor aus Antholz gekauft. Infrastruktur wird ausgebaut, an die Natur angepasste Chalets sind geplant.Gottlieb Taschler gehörte in den 1980er- und 1990er-Jahren zu den besten Biathleten Italiens und ist heute Geschäftsführer des Biathlonzentrums Antholz, Präsident des Weltcup-Komitees in Antholz und Vizepräsident des Int. Biathlonverbandes. Zusammen mit dem St. Jakober Bürgermeister LA Mag. Gerald Hauser stellte er am Dienstagvormittag, 23. April 2013, seine Investitionsvorhaben am Staller Sattel vor. „Der Staller Sattel ist unsere gemeinsame Tiroler Heimat und ein Naturjuwel. Durch sanfte Investitionen soll der sportliche, naturbewusste Gast in Zukunft verstärkt angesprochen und besser betreut werden“, erklärte Taschler. Vor kurzem hat er die Oberseehütte und das Lackenstüberl vom bisherigen Eigentümer und langjährigen Wirt erworben. In der Oberseehütte sollen bereits in ca. einem Monat wieder Gäste bewirtet werden, in Zukunft im Sommer und im Winter. Auch die Nächtigungsplätze sollen so hergerichtet werden, dass bereits in der heurigen Sommersaison am Staller Sattel wieder übernachtet werden kann. „Ich will aber auch die Bereiche rund um das Gasthaus so gestalten, dass verstärkt Menschen angezogen werden, die Ruhe, Stille, Erholung und Entspannung suchen. Kleine, feine Investitionen sind in diesem Gebiet meiner Meinung nach besser als ein großer Ausbau“, betont der 50-jährige Südtiroler. Das zweite Objekt – das Lackenstüberl – soll ab kommenden Winter wieder als Einkehrmöglichkeit zur Verfügung stehen.
LA Bgm. Gerald Hauser: „Gottlieb Taschlers Vorhaben am Staller Sattel sind naturverträglich und beziehen die einzigartige Landschaft ein. Alle St. Jakober Gemeinderäte sind froh über diese Investitionen.“
„Der Staller Sattel ist ein schneesicheres Gebiet mit ausgezeichneten Trainingsbedingungen für Biathleten und Langläufer“, so Taschler. Er will neben den Profis vor allem auch Sportler und Urlauber ansprechen, die am Staller Sattel im Sommer wandern und im Winter Skitouren gehen. Für Bgm. Gerald Hauser hat sich das jahrelange Bemühen um die Wiederbelebung des Passes zwischen Antholzertal und Defereggental gelohnt. „Wir wollen das nordische Profil am Staller Sattel stärken. Es gibt dort schneesichere Loipen von Anfang Dezember bis Ende April. Die Zusammenarbeit mit dem Biathlonzentrum in Antholz ist ein großer Vorteil, und die Investitionen von Gottlieb Taschler werden ganz Osttirol zugute kommen“, freut sich Hauser.
Gottlieb Taschler will seine Investitionen in die Infrastruktur am Staller Sattel in einem Mehrstufenplan realisieren. „Zunächst ist es mir ein Anliegen, den Bestand in Schuss zu bringen und die Bereiche rund um die Objekte und den Obersee ansprechend zu gestalten. Wenn wir einmal über eine anständige Struktur verfügen, will ich im Bereich hinter dem Gasthaus kleine Chalets im Stil von Almhütten dazu bauen – angepasst an die einzigartige Natur mit den wunderschönen Zirbenbeständen“, so Taschler abschließend.
Text und Fotos: Raimund Mühlburger
