Gemeinnützige Bauträger: 308 Mio. Euro Bauvolumen
Beim Bilanz- und Ausblick-Gespräch wollten die Tiroler Gemeinnützigen Bauträger vor allem mit der Mär aufräumen, dass Wohnen in Tirol generell unleistbar geworden sei.
Zu ihrem jährlichen Bilanz- und Ausblick-Gespräch trafen sich die Geschäftsführer bzw. Verantwortlichen der Tiroler Gemeinnützigen Bauträger Neue Heimat Tirol, TIGEWOSI, AH Alpenländische Heimstätte, WE Wohnungseigentum, Frieden, Osttiroler Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft (OSG) und GHS vor Kurzem im Wohn- und Pflegeheim An-der-Lan-Straße in Innsbruck. Dieses wurde von der Neue Heimat-Tochter StadtBAU errichtet.
Dass derzeit in 58 Gemeinden gleichzeitig gebaut werde, bedeute einen absoluten Höchststand, betonte Prof. Dr. Klaus Lugger, Landesobmann der Gemeinnützigen Bauträger Tirols. „Dabei geht es nicht nur um Wohnungen, vielmehr errichten wir auch Pflegeheime, Sozialzentren, Kindergärten und Schulen. Wir haben uns in den letzten Jahren damit auch immer mehr zu Dienstleistern für die Gemeinden entwickelt“, so Lugger. Endgültig aufräumen wollte er mit der Mär, dass Wohnen in Tirol generell unleistbar geworden sei. „Dies gilt keinesfalls für die fast 40.000 gemeinnützigen Wohnungen, in denen weit über 100.000 Menschen leben. Denn diese Wohnungsinhaber bezahlen laut den neuesten Zahlen der Statistik Austria rund 6 Euro pro m² inkl. aller Nebenkosten ohne Heizung, im privaten Mietbestand kostet die gleiche Wohnung ca. 8,90 Euro je m²“, rechnete Lugger vor.
Im Jahr 2015 wiesen die Gemeinnützigen Bauträger Tirols ein Bauvolumen von 308 Mio. Euro aus, heuer soll es auf 330 Mio. Euro steigen. Diese Bautätigkeit stelle vor allem auch einen starken Impuls für die Bauwirtschaft dar und sichere viele Arbeitsplätze. Zum 1. Jänner 2016 waren 2.071 Wohnungen in Bau. 67.751 Wohnungen – davon 39.906 Miet- und 27.845 Eigentumswohnungen – werden derzeit von den „Gemeinnützigen“ verwaltet. „Hier findet man bei uns Sicherheit auch in schwierigen Zeiten. Der größte Vorteil bei gemeinnützigen Wohnungen ist der Kündigungs- und Preisschutz. Die unter den freien Marktpreisen liegenden Wohnkosten werden auch durch die gut dotierte Wohnbauförderung des Landes Tirol garantiert“, meinte der Landesobmann abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: platzermedia


