Gemeinde Virgen stellt gemeindeeigene Energieförderungen ein

Bei seiner Dezember-Sitzung fasste der Virger Gemeinderat einstimmig den Beschluss, gemeindeeigene Energieförderungen ab dem Jahr 2024 nicht mehr auszuschütten.

Bereits am 30. November 2023 beschloss der Gemeinderat von Virgen einstimmig, aus dem e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden auszusteigen. Zum Jahresende wurden die Gemeindeförderungen evaluiert. Für energiebezogene Maßnahmen gewährte die Gemeinde seit über 20 Jahren Unterstützungen.

1994 hatte man in Virgen bereits begonnen, die Errichtung von Solaranlagen finanziell zu unterstützen. Die gemeindeeigenen Förderungen wurden sukzessive ausgebaut. Hinzu kamen Unterstützungen für den Umstieg auf Biomasseheizungen, den Einbau von Wärmepumpen und die Errichtung von Photovoltaikanlagen. Der Austausch alter stromfressender Haushaltsgeräte wurden ebenso gefördert wie die Erstellung von Energieausweisen. Dazu kamen energiebezogene Baukostenzuschüsse bei Neubauten.

Die Gemeinde Virgen zahlte im vergangenen Jahr 14.409 Euro an gemeindeeigenen Energieförderungen aus. Aufgeschlüsselt weist dieser Betrag 47 Förderungsempfänger auf. Davon wurden mit einem Betrag von 5.500 Euro private Photovoltaikanlagen gefördert, 160 Euro entfallen auf den Austausch von alten Haushaltsgeräten, 1.180 Euro auf den Einbau von Wärmepumpen, 3.984 Euro auf Heizungstausch und 3.585 auf energiebezogene Baukostenzuschüsse.

In einer Aussendung begründet die Gemeinde Virgen die Einstellung dieser Energieförderungen mit der „erheblichen Erhöhung der Bundes- und Landesförderungen in diesem Bereich”. 2023 wurden in Virgen 22 private Photovoltaikanlagen gefördert. „Diese Anlagen sind ab diesem Jahr von der Mehrwertsteuer befreit und erhalten eine großzügige Förderung von übergeordneter Stelle. Darüber hinaus gibt es hohe Einspeisevergütungen. Im Vergleich zu den finanziellen Zuwendungen auf Bundes- und Landesebene stellen die Beiträge der Gemeinde lediglich einen geringen Anteil dar. Hinzu kommt der beträchtliche bürokratische Aufwand, der sowohl für die Gemeindeverwaltung als auch für die einzelnen Antragsteller im Verhältnis zu den eher bescheidenen Beträgen steht”, heißt es.

Die ursprüngliche Absicht der Gemeindeförderungen sei gewesen, einen Lenkungseffekt zu erzielen. „Auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene werden nun wirkungsvollere Instrumente eingesetzt, um die politisch angestrebten Ziele im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz zu erreichen. Ihr Engagement als energie- und umweltbewusste Kommune setzt die Gemeinde Virgen weiterhin fort. Die Gemeindeverwaltung wird ihre Bürger und Betriebe aktiv über die bestmögliche Nutzung von Fördermöglichkeiten informieren und bei der Antragstellung unterstützen.“

 

 

Text: Redaktion, Foto: Gemeinde Virgen

22. Januar 2024 um