Robert Geiger steht Regionalbeirat in Lienz vor
In den vier Osttiroler Tourismusregionen finden derzeit die konstituierenden Sitzungen der neuen Regionalbeiräte statt – „neuer Weg im Tourismus“ wird gleichzeitig präsentiert.Der am 17. Dezember 2012 neu gewählte Ausschuss des Tourismusverbandes Osttirol (TVBO) hat am 6. Feber 2013 die neue Struktur des Verbandes beschlossen. Dieser Beschluss sieht Regionalbeiräte als beratende Organe des Aufsichtsrates und Arbeitsausschüsse zur Unterstützung des Vorstandes vor. Derzeit finden in allen vier Regionen die konstituierenden Sitzungen der Regionalbeiräte statt. Gleichzeitig wird bei Mitgliederversammlungen „der neue Osttiroler Weg im Tourismus“ präsentiert. Von mangelnder Kooperationsbereitschaft sprach das Team Osttirol im Vorfeld. „Die für 5. und 6. April geplante Aufsichtsratsklausur, bei der es auch um die strategische Ausrichtung hätte gehen sollen, wurde ohne Ersatztermin auf unbestimmte Zeit verschoben. Eine gediegene Zusammenarbeit, wie sie seitens der Bezirksliste um Franz Theurl zugesagt wurde, stellen wir uns anders vor“, so Team Osttirol-Sprecher Martin Gratz in einer Aussendung. Zur Veranstaltung für die Region „Lienzer Dolomiten“ am Donnerstag, 11. April 2013, kamen nur etwa 40 Mitglieder in das Kolpinghaus in Lienz. „Wir wollten nicht in Zeiten des Wahlkampfes eine Klausur machen, das wurde auch im Aufsichtsrat so beschlossen“, verteidigte Obmann Franz Theurl die Vorgangsweise. Der neue Weg im Osttiroler Tourismus sei am 17. Dezember 2012 im Zuge der Neuwahlen beschlossen worden. „Es ist klar, dass Natur und Aktivurlaub die Hauptthemen sind, eine Klausur kann nur mehr eine Feinabstimmung bringen“, so Theurl.
Obm.-Stv. LA Bgm. Dr. Andreas Köll: „In das Skigebiet Großglockner Resort Kals-Matrei wurden insgesamt 140 Mio. Euro investiert. Die Mehreinnahmen aus Nächtigungsgebühren kommen der gesamten Region Osttirol zugute.“
Werner Frömel, Vorsitzender des Aufsichtsrates, berichtete von den bisherigen konstituierenden Sitzungen der Regionalbeiräte für die Regionen Hochpustertal und Lienzer Dolomiten. „Bei der Sitzung am 10. April in Sillian wurden Skischul-Leiter Franz Schneider zum Vorsitzenden und Josef Lugger jun. zu seinem Stellvertreter gewählt. Dem 14-köpfigen Team in Lienz steht City Ring-Obmann Robert Geiger vor, Nina Karl-Grissmann ist seine Stellvertreterin“, so Frömel. „Entscheidend bei der neuen Struktur ist, dass die Kraft des Verbandes vor Ort bei den Betrieben ist“, sagte Franz Theurl. Die MitarbeiterInnen der Infobüros sollen sich in Hinkunft ausschließlich der Betreuung von Gästen und Vermietern widmen. „Verwaltungsarbeiten und Marketing werden in den neu geschaffenen Stabstellen für Finanzen, Vertrieb, Infrastruktur, Infobüros und in der Stabstelle Marketing, das ist die Osttirol Werbung, professionell erledigt“, so der Obmann.
Obmann-Stv. Bgm. LA Dr. Andreas Köll plädierte dafür, an einem Strang zu ziehen und gemeinsam an der Entwicklung des Tourismus im ganzen Bezirk zu arbeiten. „In den letzten Jahren haben wir gemeinsam viel weitergebracht. In der Region Nationalpark wurde viel investiert, vor allem auch von der Schultz-Gruppe in das Skigebiet Großglockner Resort Kals-Matrei und in die Feriendorfanlage Gradonna in Kals. Die Mehreinnahmen etwa aus den Nächtigungsabgaben kommen allen vier Osttiroler Tourismusregionen zugute“, so Köll. Er betonte auch die Beiträge der Felbertauernstraße AG für Tourismus-Infrastruktur im ganzen Bezirk, die durch die Mauteinnahmen ermöglicht werden.
AR-Vorsitzender-Stv. DI Hermann Kuenz: „Bei der Vermarktung und im Verkauf müsssen wir noch besser werden. Dafür sind Klausuren sicher hilfreich.“
„Wir haben sehr viel in die Infrastruktur investiert, jetzt geht es darum, unsere ausgezeichneten Produkte noch besser zu vermarkten“, so der stellvertretende AR-Vorsitzende DI Hermann Kuenz. Er erachte eine Klausur als sehr wichtig, um den Verkauf und das Marketing zu verbessern. „Wir sind erst am Anfang des neuen Weges und brauchen eine Professionalisierung vor allem im Verkauf und im Marketing“, so Kuenz. Als nächste Schritte nannte Obmann Franz Theurl die Bestellung der Arbeitsausschüsse bis 30. April, die Bestellung der Stabstellen und die Teambildung sowie eine Klausur des Aufsichtsrates und der Regionalbeiräte bis Ende Mai. „Wir müssen uns in Zukunft verstärkt unserer Marketing- und Vertriebsoffensive widmen und die interne Kommunikation noch verstärken und verbessern“, so Theurl abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images

