Osttirols Köche mit 16 Gault Millau-Hauben ausgezeichnet
Elf Osttiroler Lokale wurden für den „Gault Millau 2018“ mit Hauben dekoriert. Das „Inside“ in Matrei ist der Aufsteiger. Werner Wibmer erkochte auf Anhieb zwei Hauben.
Die 39. Ausgabe des Gourmet-Guides „Gault&Millau Österreich“ wurde am Freitag, 20. Oktober, in den Prunkräumen des Palais Coburg in Wien präsentiert. „Die Bedingungen für unsere Köche sind nicht unbedingt besser geworden, trotzdem können wir eine deutliche Steigerung der Qualität feststellen. Man isst in Österreich so vielseitig wie noch nie, und diese Vielfalt ist höchst willkommen, was sich heuer in beeindruckenden Bewertungen, vor allem im Drei-Hauben-Bereich, zeigt“, fassten die Herausgeber Martina und Karl Hohenlohe das Jahr zusammen.
Auch elf Osttiroler Spitzenrestaurants wurden wieder mit Hauben dekoriert. Zwei Hauben und 15 Punkte erhielten der Gannerhof in Innervillgraten, der Tirolerhof in Dölsach, das Vincena im Golfhotel Lavant sowie das Saluti und das Restaurant Inside in Matrei. Mit einer Haube und 14 Punkten bewertet wurden der Jesacherhof in St. Jakob, das Landhotel Pfleger in Anras, die Rauterstube in Matrei und das Parkhotel Tristachersee. Eine Haube und 13 Punkte erhielten der Strasserwirt in Strassen und das Hotel Zedernklang in Hopfgarten.
Als Osttiroler „Aufsteiger des Jahres“ kann sicher das Restaurant Inside im Hotel Outside in Matrei bezeichnet werden. Das Gourmetrestaurant öffnete im Frühjahr 2016 seine Pforten, Küchenchef Werner Wibmer ist erst 26 Jahre alt. Seine kulinarischen Kreationen wurden auf Anhieb mit zwei Hauben und 15 Punkten bewertet. „Nette Begrüßung mit in Roten Rüben gebeizter Lachsforelle, gefolgt von schmackhaftem Fingerfood und köstlichem Lammragout mit Steinpilzen im originellen Tontöpfchen. Vor dem ersten Menügang ging es weiter mit hausgemachtem Zwiebelfladen-, Buchweizen- und Basilikumbrot, Rote-Rüben-, Karotten- und Parmesanchips, dazu exquisites Schnittlauchöl mit Meisterwurzmehl. Ein Geschmackserlebnis das Bio-Kitz aus dem Oberpinzgau mit Urweizen, Bärlauch und Rettich, ebenso höchste Qualität bei der Variation von der Bio-Entenleber mit Joghurt, Himbeere und Amaranth. Dekorativ serviert der Deferegger Gebirgssaibling mit Gemüselasagne, Spitzwegerich und knusprigem Bergkäse. Besonders zart das Kalbsfilet mit Urkarotte, breiten Fisolen und Rüben. Das ,Süße Nest‘ mit Kirsche, Walnuss und Karamell war ein köstliches Dessert“, begründen die Tester von Gault&Millau ihre Entscheidung.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Martin Lugger