Gastbetriebe stellten „Gschlößer Almblattl“ vor
Hoch über dem Matreier Gschlößtal thront der Großvenediger – mit einer neuen Broschüre wollen die Gastwirte zum Essen, Trinken, Staunen und Genießen einladen.
Die ARGE Gschlöß ist ein Zusammenschluss der Gastwirte im Gschlößtal – Andreas Brugger vom Matreier Tauernhaus, Konrad Winkler vom Berghaus Außergschlöß, Monika und Hansl Resinger vom Venedigerhaus und Paul Preßlaber, der die Neue Pragerhütte gepachtet hat. Gemeinsam versuchen sie, das Gschlößtal – von vielen als der „schönste Talschluss der Ostalpen“ bezeichnet – noch bekannter zu machen. Unterstützt werden sie dabei vom Bezirksstellenleiter der Osttiroler Wirtschaftskammer, Mag. Reinhard Lobenwein, und von Dipl.-Vw. Rainer Pollack, der als begeisterter Bergsteiger und ehemaliger Vize-Präsident des Deutschen Alpenvereins das ursprüngliche Tal im Nationalpark in sein Herz geschlossen hat. Er hat auch die Chronik des Matreier Tauernhauses verfasst, sich mit dem historischen Saumweg über den Felbertauern beschäftigt und dazu Texte veröffentlicht und war auch Ideengeber für das Kinderlese- und Malbuch, das im vergangenen Jahr herausgegeben wurde. „Die Zusammenarbeit von uns Gastwirten in der ARGE Gschlöß hat den Zusammenhalt gestärkt und schon viel Fruchtbringendes für das Tal hervorgebracht“, betonte Andreas Brugger bei der Präsentation des Gschlößer Almblattls. So hat die Gemeinschaft mit ihrem Programm kurz nach Gründung im Jahr 2010 den „Habitas“ – einen Ideenwettbewerb zur wirtschaftlichen Belebung der Nationalparkregion – gewonnen.
Im „Gschlößer Almblattl“ werden die vier Gastbetriebe vorgestellt, die drei Wirte im Tal haben jeweils ein Rezept einer typisch regionalen Köstlichkeit beigesteuert, die Geschichte einer von Paul Preßlaber geführten Tour auf den Großvenediger und eine Wanderkarte mit den zahlreichen bekannten und weniger bekannten Wegen im Gschlößtal ergänzen die Broschüre.
Das Matreier Tauernhaus befindet sich am Eingang des Tales. Dort ist auch eine Venezianer-Säge zu besichtigen.
Auch zahlreiche Veranstaltungen – wie „Mottinga Koscht“ an jedem ersten Wochenende im Monat, Saisoneröffnung und –ausklang in allen Gastbetrieben sowie einen Almwandertag am Hohen Frauentag – haben die Wirtsleute auch im heurigen Sommer wieder organisiert. „Das Tal kann zu Fuß, mit der Pferdekutsche, mit dem Bummelzug oder mit dem Taxi erreicht werden, aber auch mit einem Kinderwagen kommt man problemlos bis zum Talschluss“, so Monika Resinger. „Es geht uns vor allem um Qualitätsverbesserung. Auch die Einheimischen sollen das Gschlößtal wiederentdecken“, erklärte Reinhard Lobenwein abschließend.
Hier der Link zu einer 360 Grad Panorama-Tour durch das Gschlößtal
Text und Fotos: Raimund Mühlburger, Panorama-Tour: Journal