Frömel: „Auch wirtschaftlich ein Weltcup der Rekorde“
25 000 Zuschauer, 2,5 Mio. Euro direkter Umsatz – OK-Chef und Touristiker Werner Frömel spricht vom besten Weltcup-Wochenende, das es in Lienz je gab.
Das Weltcup-Wochenende 27. und 28. Dezember 2013 wird nicht nur wegen des vierten Sieges von Marlies Schild in die Annalen des Lienzer Ski-Weltcups eingehen, auch aus wirtschaftlicher und touristischer Sicht spricht Werner Frömel, OK-Chef und AR-Vorsitzender des Tourismusverbandes Osttirol, von einem Weltcup der Rekorde. „Seit 1997 ist das sicher das herausragende Weltcup-Wochenende in Lienz“, so Frömel. Er macht erstens den massiven Schneefall während der Weihnachtsfeiertage und zweitens die hervorragenden Leistungen der österreichischen Ski-Damen – allen voran Marlies Schild – für diesen Erfolg verantwortlich. „Durch die Medien ist die Botschaft in die ganze Welt transportiert worden, dass Osttirol als fast einzige Region europaweit massenhaft Schnee hat“, zeigt sich der Touristiker begeistert. In den Osttiroler Tourismusbüros sei bereits ein massives Ansteigen der Nachfrage nach Unterkünften zu verzeichnen – für den Jänner, aber auch bis in den Feber hinein. „Der Werbewert der Bilder mit der verschneiten Winterlandschaft im ganzen Bezirk, die um die Welt gesandt wurden, ist unbezahlbar. Das haben uns auch die Werbespezialisten von Harti Weirathers Marketingfirma WWP bestätigt“, so Frömel.
Mit 15 000 Zuschauern haben die Organisatoren gerechnet, schließlich sind es 25 000 bei den Rennen am Hochstein und beim Rahmenprogramm in der Lienzer Innenstadt geworden. 2,5 Mio. Euro betrug laut Werner Frömel der direkt nachweisbare Umsatz am Rennwochenende. „Der Umsatz des Handels ist dabei noch gar nicht mitgerechnet“, so der OK-Chef. Auch in Bezug auf die an den beiden Rennen teilnehmenden Nationen hat es diesmal einen neuen Rekord gegeben. Weil sich viele Skiläuferinnen erst für die Olympischen Spiele in Sotschi qualifizieren müssen, haben Athletinnen aus 26 Nationen – sieben mehr als bei vergangenen Rennen – am Weltcup in Lienz teilgenommen. „Durch die bevorstehenden Olympischen Spiele war nicht nur das Zuschauerinteresse, sondern auch der Medienrummel so groß wie noch nie“, berichtet Frömel. Neben zahlreichen Print- und Online-Medien haben 18 Fernseh- und Radiostationen vom Weltcup in Osttirol berichtet.
Die Basis für diesen großen Erfolg hätte Rennleiter und Streckenchef Siegfried Vergeiner mit seinem Team gelegt. „Ihnen und den Bergbahnen-Mitarbeitern mit Vorstand Mag. Klaus Hofstätter ist es in hervorragender Weise gelungen, den Schneemassen Herr zu werden und an beiden Renntagen eine perfekte Piste zu präsentieren“, so Frömel. Mitglieder von Organisationsteams aus anderen Weltcup-Orten – wie Kitzbühel, Flachau oder Schladming – seien vor Ort gewesen und hätten zum perfekten Gesamtbild gratuliert. „Sie haben uns gesagt, dass die Art und Weise, wie sich Lienz an diesem Wochenende präsentiert hat, eine hervorragende Werbung für den Skisport als Gesamtes sei. Wir hatten heuer einfach auch das Glück des Tüchtigen“, so Werner Frömel abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images, Dang Tran
